Über uns

Die FSG setzt sich zusammen aus beiden Traditionsvereinen VfB Ober-Schmitten und dem SV Eichelsdorf.

 
 
Historie SV Eichelsdorf 

Die Gründer des SV Eichelsdorf

Heiner Alt wurde am 1. Januar 1946 in der Gründungsversammlung zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Die Gründer des Vereins waren:

Heiner Alt  Albert Kellenberger 
Otto Bingel  Fritz Kievelitz
Hans Diehl  Leo Latzka 
Richard Emmel  Erwin Löffler 
Adolf Albert Gröb  Helmut Schreiber
Erich Hainbach Heinrich Uhl 
Walter Hühn Robert Löffler
Robert Hühn  Walter Würz 

 

Vereinsvorsitzende
von 1946 bis 1948 Heiner Alt †
von 1948 bis 1949 Hugo Böck † Kuno Kühn †
von 1949 bis 1951 Artur Hartmann †
von 1951 bis 1952 Artur Bayer †
von 1952 bis 1954 Hugo Kirchhof †
von 1954 bis 1956 Karl Link †
von 1956 bis 1961 Herbert Brandt †
von 1961 bis 1966 Robert Löffler
von 1966 bis 1978 Hugo Kirchhof †
von 1978 bis 1984 Bernd Müller
von 1984 bis 1986 Manfred Sembach
von 1986 bis 1992 Robert Löffler 
von 1992 bis 1993 Georg Schmitz
von 1993 bis 1996 Reinhard Pinkhaus
von 1996 bis 2000 Werner Rau
von 2000 bis 2004 Wolfgang Bohn
von 2004 bis 2008: Jürgen Schmidt
von 2008 bis heute: Werner Bingel

Ehrenvorsitzender
Hugo Kirchhof †
Robert Löffler 

Ehrenmitglieder
Heiner Alt †
Adolf Blum †
Herbert Brandt †
Wilhelm Kleinschmidt 
Adolf Konrad †
Leo Latzka †
Richard Lein †
Heinrich Leuck †
Robert Löffler
Adolf Rühl †
Hugo Kirchhof †
Adolf Fuchs †
Manfred Bechthold
Helmut Meub †
Bernd Müller
Michael Blum
Edgar Gischler
Werner Freymann 
Reiner Eckhardt
Manfred Schmitt
Karl-Heinz Dahmer

  


Fußballchronik des SV Eichelsdorf

Um die Jahrhundertwende erlebten die Fußballvereine in Deutschland ihre erste große Gründungswelle. Der Fußballsport wurde Volkssport Nr. 1 und hatte seinen ersten Höhepunkt in der Erringung der Weltmeisterschaft 1954 durch unsere Nationalmannschaft. Daß eine solche Entwicklung sich auch bald auf die Dörfer ausweitete, beweisen die Vereinsgründungen kurz nach dem 1. Weltkrieg. Das 50jährige Gründungsfest unseres Vereins wirft die Frage auf, warum in Eichelsdorf im Vergleich zu den Nachbargemeinden das sportliche Rasenspiel erst verhältnismäßig spät eingeführt wurde. Oder sollte unsere Jugend vielleicht nicht doch schon früher die Freude an der Dynamik dieses Ballspieles entdeckt haben?

Schriftliche Unterlagen über eine Vereinstätigkeit zwischen den beiden Weltkriegen fehlen leider vollkommen. Die Autoren der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum waren deshalb auf mündliche Berichte alter Fußballanhänger angewiesen, die bekundeten, daß damals Jugendliche auf den Gemeindewiesen schon mit dem Lederball spielten. Die Anfänge eines echten Mannschaftsspieles begannen im Jahre 1920, eine Vereinsgründung erfolgte dann 1922. Der einzige Beweis ist ein Foto, auf dem eine Mannschaft in schmucken schwarz-weiß gestreiften Trikots vor einem Stangentor auf der „Waad“ (heute Aussiedlerhof Reinhard Alt) abgebildet ist. Außerdem besitzt Schriftführer Siegmar Alt eine Vereinsnadel seines Großvaters Adolf Rühl, die auf einem gelben Ball die Jahreszahl 1922 und die Inschrift „Viktoria Eichelsdorf“ trägt.

Von der Gemeinde hatten die Fußballpioniere 2 Wiesen gegen hohes Entgelt (130 RM) gepachtet, auf denen man die ersten Spiele mit Nachbarvereinen austrug. Einige Gemeindevertreter schienen aber von dem neuen „Kicken“ nicht viel zu halten, so daß die Jugend öfters das Spielfeld wechseln mußte. Diese Notlage zwang dazu, auf die „Brunftplatzwiese“ im Wald auszuweichen. Auch die ersten Zuschauer ließen sich nicht von diesen Schwierigkeiten abschrecken. Man bedenke nur, daß sie den Weg zu einem Auswärtsspiel nach Laubach zu Fuß zurücklegten.

In diesen Jahren war der Verein auch beim Süddeutschen Fußballverband angemeldet, doch die schlechte finanzielle Lage der nur etwa 20 Mitglieder und die allgemeine Wirtschaftskrise brachten die Vereinstätigkeit gegen 1930 wieder zum Erliegen.

Einige Spieler schlossen sich danach dem VfB Ober-Schmitten an, der in den 30er Jahren durch Verstärkungen aus anderen Nachbardörfern in der Bezirksliga eine beachtliche Rolle spielte. Ein offizieller Verein existierte zu dieser Zeit in Eichelsdorf nicht. Es ist aber bekannt, daß in den Sommermonaten eine Mannschaft gebildet wurde, die in Eigenregie Privatspiele austrug.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 kam der Spielbetrieb für lange Jahre zum Erliegen. Viele hoffnungsvolle Sportler sahen die Heimat nicht mehr wieder. Trotz der schweren Zeit nach dem bitteren Kriegsende im Jahre 1945 regte sich bei den unversehrt Zurückgekehrten und den alten Fußballanhängern schon bald wieder das Bestreben, neben dem wirtschaftlichen auch mit dem sportlichen Neuaufbau zu beginnen. Nach kurzen Vorbereitungen und mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung wurde am 1. Januar 1946 der Sportverein Eichelsdorf unter der Leitung von Heiner Alt in der Gastwirtschaft Möser gegründet. Der neue Verein wurde später unter dem Namen „Sportverein 1946 Eichelsdorf e.V.“ in das Vereinsregister eingetragen.

Von den sportlichen Aktivitäten im Gründungsjahr ist zu berichten, daß die junge Mannschaft den Punktspielbetrieb zunächst in einer klassenlosen Runde im Kreis Büdingen aufnahm.

Zur damaligen Mannschaft gehörten folgende Spieler:

Leo Latzka, Helmut Schreiber, Albert Kellenberger, Adolf Gröb, Erwin Hainbach, Robert Hühn, Richard Lein, Fritz Kievelitz, Robert Löffler, Hans Diehl, Erwin Löffler, Walter Hühn, Otto Bingel, Heiner Alt, Walter Würz, Theo Körber, Ernst Biedenkapp, ilhelm Wolf, Otto Gröb, August Edelmann, Fritz Schwab, Willi Gischler und Heinrich Uhl.

Später kamen noch aus der Gefangenschaft Erich Heinbach, Alfred Löffler, Erwin Schreiber, Wenzel Fuchs, Karl Lischke, Karl Lippert und Hans Hauenschildt dazu.

Die unterschiedlichen Spielstärken der Kreismannschaften führte alsbald zu einer Klassenteilung, wobei unser Verein in die A-Klasse eingruppiert wurde. Hier behauptete man sich bis 1949. In dieser Runde landete unsere Mannschaft nur auf dem vorletzten Tabellenplatz und hätte eigentlich absteigen müssen.

Im Sommer 1949 gründeten die Nachbarvereine SV Eichelsdorf und VfB Ober-Schmitten eine Spielgemeinschaft. Die Gemeinde Eichelsdorf stellte der neuen Spielvereinigung den Sportplatz auf der „Waad“ an der Grenze beider Gemarkungen zur Verfügung. Die kombinierte Mannschaft absolvierte ihre Punktspiele weiterhin in der A-Klasse. Das gut nachbarschaftliche Verhältnis brachte durch den größeren Spielerkreis auch eine Verbesserung des Spielniveaus und führte zu einer beachtlichen Siegesserie. Nach einem 3. Platz in der Runde 1949/50 errang die Mannschaft bereits in der Saison 1950/51 die Meisterschaft und stieg ohne Ausscheidungsspiele in die II. Amateurliga Frankfurt-Ost auf.

In der Meistermannschaft spielten:

Leo Latzka, Albert Kellenberger, Ferdinand Dietz, Michael Ruck, Erwin Hainbach, Otto Lang, Karl Dietz, Erich Allmann, Robert Löffler, Helmut Schmollack und Wilhelm Imhof.

Weiter im Einsatz: Manfred Thonig, Kurt Diehl, Kurt Freymann und Toni Hendel.

Die erfolgreichsten Torschützen waren: Helmut Schmollack (61), Robert Löffler (25), Wilhelm Imhof (18) und Karl Dietz (13).

Im ersten Jahr in der II. Amateurliga 1951/52 konnte man die Klasse noch halten, in der Runde 1952/53 stieg man jedoch leider wieder ab. Mannschaftsschwierigkeiten, Verletzungssorgen, das Torwartproblem und der Einbau junger, unerfahrener Spieler waren dafür verantwortlich.

Das neue Ziel der Runde 1953/54 hieß Meisterschaft, welche auch mit 8 Punkten Vorsprung vor dem TSV Stockheim mit folgender Mannschaft erreicht wurde:

Wilhelm Imhof, Heinz Schmollack, Manfred Thonig, Friedel Reutzel, Michael Ruck, Helmut Schmollack, Kurt Gischler, Erich Konrad, Robert Löffler, Kurt Freymann, Arno Lenz, Hans Ruck, Willi Schmitt, Hermann Wallisch und Heckel.

Erfolgreichste Torschützen waren Robert Löffler (46) und Helmut Schmollack (34).

Man war zwar Meister, schaffte aber in den entscheidenden Aufstiegsspielen nicht den Sprung in die nächsthöhere Klasse.

Auch die Runde 1954/55 sah die Spielgemeinschaft Ober-Schmitten/Eichelsdorf wieder als Meister vorne, und zwar mit 15 Punkten Vorsprung vor Oberau. Gegenüber der vorherigen Saison wurde für Arno Lenz lediglich Willi Biehler und im Tor für Wilhelm Imhof Leo Latzka eingesetzt.

Die Tore schossen Robert Löffler (51), Helmut Schmollack (42) und Kurt Gischler (12).

Wie im Vorjahr wurden die Aufstiegsspiele nicht ernst genommen, die „Aufstiegsgefahr“ wurde gebannt. Einer der Saisonhöhepunkte der Eichelsdörfer Fußballer waren die großen Festlichkeiten an Pfingsten 1955 im Rahmen der Sportplatzeinweihung in Ober-Schmitten, wo im Rahmen eines Werbespieles die Oberligareserve des 1. FC Nürnberg begrüßt werden konnte.

In der Saison 1955/56 spielte man letztmals mit dem VfB Ober-Schmitten zusammen. Hinter Büdingen erreichte man mit folgender Mannschaft die Vizemeisterschaft:

Günter Moser, Heinz Schmollack II., Manfred Thonig, Walter Uhl, Michael Ruck, Kurt Freymann I., Kurt Gischler, Erich Konrad, Robert Löffler, Helmut Schmollack, Arno Lenz sowie Reinhold Schäfer, Leo Latzka, Friedel Reutzel, Horst Fischer, Hermann Wallisch, Haschke, Horst Thonig II. und Rudi Frank.

Intensive Jugendarbeit in der Zeit gemeinsamer Tätigkeit, die allgemeine Aufwärtsentwicklung des Fußballsports und letztlich auch unterschiedliche Auffassungen in der Vereinsführung bewogen die Mitglieder in Eichelsdorf, die Spielvereinigung mit Ober-Schmitten aufzulösen und einen selbständigen Vorstand zu bilden. Die Trennung erfolgte nach verschiedenen Besprechungen in beiderseitigem Einvernehmen. Man beschloß, in Zukunft in „gut nachbarlicher und sportlicher Weise“ miteinander zu verkehren.

In der Gastwirtschaft Löffler wählten 44 Sportfreunde am 21. April 1956 Herbert Brandt zum neuen 1. Vorsitzenden. Nach den Bestimmungen des Landessportbundes begann der Neuling die Punktrunde in der B-Klasse. Gestützt auf die Erfahrungen von 7 Stammspielern und einsatzfähigen, talentierten Nachwuchskräften formierte sich rasch eine hoffnungsvolle Mannschaft. Taktisch geschickt beraten und betreut vom Spielausschußvorsitzenden Richard Lein erreichte man in den nächsten Jahren einen Formanstieg, der in der Vereinsgeschichte als einer der sportlichen Höhepunkte des SV Eichelsdorf bezeichnet werden darf.

Nach einem 5. Platz im ersten Spieljahr wurde in der Saison 1957/58 der Meistertitel in der B-Klasse errungen mit 8 Punkten Vorsprung vor Unter-Schmitten. Daß die Mannschaft in ihrer Spielstärke zu höheren Aufgaben fähig war, bewies der sensationelle 2:1 Pokalerfolg beim Bezirksligisten Büdingen am 26. Dezember 1957. Getragen von einer Begeisterungswelle gelang bereits im Jahre 1959 auch die Meisterschaft in der A-Klasse.

Der beispiellose Erfolg ließ auch die Einweihung des neuen Sportplatzes „Auf der Eselswiese“ in festlichem Rahmen zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden.

Neuer Sportplatz eingeweiht

Nach vielen Monaten harter Knochenarbeit durch zahlreiche Mitglieder des SV Eichelsdorf und finanzieller Unterstützung seitens der Gemeinde Eichelsdorf konnte mit einem großen Festprogramm vom 30. Mai bis 1. Juni 1959 das neue Sportgelände auf der Eselswiese eingeweiht werden. Das große, neben dem Sportfeld aufgestellte Festzelt konnte die 2.500 Kommersbesucher kaum fassen. Sportvereinsvorsitzender Herbert Brandt verwies in seiner Eröffnungsansprache darauf, daß es ein harter und dornenreicher Weg gewesen sei, der bis zur Fertigstellung gegangen werden mußte. Manchmal habe sich sogar die Frage aufgedrängt, ob man das gesteckte Ziel überhaupt werde erreichen können. Bürgermeister Wilhelm Meuer überbrachte die Glückwünsche der Gemeindeverwaltung Eichelsdorf. Er würdigte die von den Sportlern geleistete Arbeit, besonders aber stellte er die Verdienste des Sportvereinsvorsitzenden Herbert Brandt heraus, der im zähen Ringen alle sich in den Weg stellenden Schwierigkeiten beiseite räumte. Als Vertreter des Kreisfußballverbandes überbrachtre Rudi Schmidt, Büdingen, die herzlichen Grüße seines Verbandes. Im Unterhaltungsprogramm führten die Festdamen in rauschenden weißen Ballkleidern einen Reigen vor. Der Gesangverein unter Leitung von Adolf Rau unterhielt mit stimmungsvollen Liedern, Eine besondere Attraktion des Abends waren die Vorführungen des Radfahrvereins „Solidarität“ Ober-Schmitten. Mit dem Eichelsdorfer Heimatlied „O Eichelsdorf, du schönes Dörflein“ wurde der offizielle Teil des Abends beendet. Unter den Klängen der Bundeswehrkapelle konnte man anschließend noch das Tanzbein schwingen.

Am Sonntagmorgen weckte der Spielmannszug des TV Eichelsdorf die Bürger. Um 7.00 Uhr folgte ein Festgottesdienst auf dem Sportplatz, zu dem sich zahlreiche Einwohner und Gäste einfanden. Anschließend begann ein Pokalturnier mit den Vereinen aus Schotten, Eichelsachsen, Unter-Schmitten, Hirzenhain, Steinberg und Utphe. Als Sieger ging der SV Hirzenhain hervor, gefolgt von Schotten und Eichelsachsen. Bei diesen Spielen war auch Landrat Kurt Moosdorf anwesend. Er Sprach in einer Spielpause allen Aktiven des SV Eichelsdorf seine Glückwünsche für die neue Sportplatzanlage aus.

Am Nachmittag bewegte sich ein eindrucksvooller Festzug durch die geschmückten Straßen des Ortes. Über 15 Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen gestalteten einen abwechslungsreichen Zug, der von einer Reitergruppe angeführt wurde. Den sportlichen Höhepunkt des Tages bildete ein Freundschaftsspiel zwischen dem VfB Friedberg und dem SV Eichelsdorf, welches mit 2: 7 Toren verloren ging.

Ein großer Frühschoppen im Festzelt am Montagmorgen eröffnete das Programm des letzten Festtages. Die Schule führte im Rahmen der Sportplatzweihe ihre Bundesjugendwettkämpfe durch. Nachmittags stand ein Kinderfest auf dem Programm. Für die Erwachsenen klang das Fest beim Tanz mit der Bundeswehr-kapelle im Festzelt aus.

Voller Zuversicht absolviert man die Ausscheidungsspiele bereits auf dem neuen Sportplatz und schaffte vor einer stimmgewaltigen Zuschauerkulisse unter anderem gegen Langenselbold schließlich den Aufstieg in die II. Amateurliga. Dieser hohen Aufgabe zeigten sich über eine lange Saison, verbunden mit weiten Anreisen, die „Roten Teufel“ dauerhaft nicht gewachsen, auch wenn die lokalen Zeitungen die Leistungen der „strammen Burschen aus dem Vogelsberg“ immer wieder lobend anerkannten. Das „gradlinige Spiel mit Steilpässen“ konnte das fehlende technische Rüstzeug, das ein erfolgreiches Abschneiden in dieser Spielklasse erfordert, nicht ausreichend ersetzen. Die Grenzen des spielerischen Könnens des Neulings wurden im Laufe der Spielzeit erkennbar, obwohl es nicht an Einsatzfreude und Ehrgeiz mangelte und der Verein sogar Profispesen (für Auswärtssiege 6,-- DM, für Heimsiege 4,-- DM) aus Anreiz zahlte. Trotz Abstieg blieb in der Erinnerung die Genugtuung, zu welch außergewöhnlichen Leistungen eine Mannschaft durch Harmonie und Kameradschaft fähig ist.

Nach diesem Höhenflug spielte man in vertrauter Umgebung zu Beginn der 60er Jahre mit gutem Erfolg wieder in der A-Klasse. Das Spieljahr 1962/63 wurde mit einem 3. Tabellenplatz abgeschlossen, während die Mannschaft in den Folgejahren im Mittelfeld rangierte.

Erste Krisenerscheinungen, die keinem Verein erspart bleiben, zeichneten sich 1967 ab. Infolge Überalterung der Mannschaft und vorzeitigem Einsatz von Nachwuchsspielern, die sich den körperlich und konditionell härteren Bedingungen der Seniorenmannschaft nicht voll anpassen konnten, fehlte es vor allem an geeigneten Stürmern. Die zahlreichen Experimente führten leider nicht zum gewünschten Erfolg, die Abstiegssorgen häuften sich. Zwar wurde in hartnäckigen Endspurtsiegen der Klassenerhalt noch mit Mühe gesichert, bis jedoch die Saison 1969/70 den unausweichlichen Abstieg brachte. Trotz eines 3:3 im letzten Spiel gegen Germania Ortenberg war der Abstieg in die B-Klasse gemeinsam mit Steinberg/Glashütten besiegelt.

Mit einer verjüngten Mannschaft und unserem neuen Spielertrainer Charly Koch konnte in der Saison 1970/71 der direkte Wiederaufstieg erreicht werden. Die Meisterschaft wurde bereits im vorletzten Spiel gegen Eckartsborn besiegelt. Torschützen beim 3:1 waren Werner Bingel (2) und unser Trainer Charly Koch.

Folgende Spieler kamen zum Einsatz:

Bernd Müller, Spielertrainer Charly Koch, Klaus-Dieter Stein, Albert Stein, Werner Bingel, Dieter Kleinschmidt, Lothar Link, Hans-Henning Kirchhof, Dieter Kollmann, Adolf Fuchs, Helmut Emmel, Reinhard Weck und Wolfgang Bohn.

SV Eichelsdorf feiert sein 25jähriges Jubiläum

Mit einem Sport- und Kulturprogramm feierte der Sport-Verein Eichelsdorf im Mai 1971 sein 25jähriges Bestehen.

Das Festprogramm begann am Himmelfahrtstag, dem 20. Mai mit einem AH-Turnier, an dem Mannschaften aus Ortenberg, Ettingshausen, Ortenberg, Fauerbach, Schotten, Berstadt und Ulfa teilnahmen. Um 14 Uhr fand ein Werbespiel zwischen der D-Jugend Eichelsdorf und den Alterskameraden aus Stierstadt statt.

Am Freitagabend begann dann der offizielle Teil mit einem Festkommers im Bürgerhaus. Sellvertretender Vorsitzender Manfred Bechtold konnte neben einer großen Zahl von Mitgliedern und Bürgern von Eichelsdorf auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

Als der Verein vor einem 1 Jahr an die Planungen des Jubiläumsfestes herangegangen sei, habe das Stimmungsbarometer nicht auf „Hoch“ gestanden, sagte Manfred Bechtold in seiner Ansprache. In der Saison 1969/70 habe die Mannschaft aus der altvertrauten A-Klasse absteigen müssen. Die neue Situation habe manchen Anhänger des SVE mit Besorgnis in die Zukunft blicken lassen. Tiefpunkte gebe es jedoch in jedem Verein und die Verantwortlichen in Eichelsdorf hätten sich nicht entmutigen lassen. Bald habe sich darauf auch wieder der Erfolg eingestellt, durch intensive Trainingsarbeit habe der SV Eichelsdorf mit seiner 1. Mannschaft die Meisterschaft der Gruppe West gewonnen und werde in der neuen Runde wieder in der A-Klasse ihre Spiele austragen. Ebenso erfreulich sei die Meisterschaft der 2. Mannschaft sowie die Gruppensiege der C- und D-Jugend.

Gründungsvorsitzender Heiner Alt gab im weiteren Verlauf des Festkommerses einen Rückblick auf 25 Jahre SV Eichelsdorf. Dankesworte richtete er auch an die Gemeinde, die für eine vorbildliche Sportstätte gesorgt habe. In der Zukunft gehöre zu dem Sportplatz noch ein Schwimmbad, das schon bald durch zahlreiche Eigenleistungen errichtet werden könnte. Für diese Anregung erntete Heiner Alt von den anwesenden Bürgern stürmischen Applaus.

Die ganze Gemeinde nehme Anteil an dem Jubiläum des SV Eichelsdorf, und es verstehe sich von selbst, wenn auch er Grüße und Glückwünsche aus diesem Anlaß übermittele, sagte Bürgermeister Heinrich Schäfer. Kreisjugendpfleger Klindert überbrachte die Grüße des Landrates.

Im Rahmen der Veranstaltungen wirkten auch der Männerchor des Gesangvereins unter Leitung von Chorleiter Hans Krippner sowie der Spielmanns- und Fanfarenzug des Turnvereins unter Stabführung von H. Belz mit.

Im Mittelpunkt des Samstages stand das Fußballspiel zwischen der AH-Mannschaft aus Eichelsdorf und der Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht. Zuvor stand ein D-Jugend-Turnier mit Mannschaften aus Ortenberg, Nieder-Mockstadt, Hirzenhain und Ober-Schmitten auf dem Programm. Am Abend folgte das Spiel zweier Damenmannschaften aus Frankfurt - Niederrad und Nonenroth.

Nach dem Festgottesdienst im Zelt ging es um 8.00 Uhr am Sonntag mit einem Pokalturnier weiter. Um 14.30 Uhr trat die 1. Mannschaft des SV Eichelsdorf gegen das Hessenligateam des KV Mühlheim an. Der Montag begann um 8.00 Uhr mit den Bundesjugendspielen der Grund- und Hauptschule Eichelsdorf. Ab 10.00 Uhr fand im Festzelt der Frühschoppen statt und um 14.30 Uhr sorgte eine „Bunte Wiese“ am Sportplatz für Abwechslung.




Guter Start in der A-Klasse

Nach dem souveränen Wiederaufstieg mit 4 Punkten Vorsprung vor Wallernhausen und einem Torverhältnis von 120:17 Toren begann am 16. August 1971 die neue A-Klassensaison mit einem 3:2-Erfolg gegen Nieder-Mockstadt. Torschützen waren Kirchhof (2) und Koch. Nachdem man am 7. Spieltag sogar zwischenzeitlich auf dem 3. Tabellenplatz rangierte, belegte man als Aufsteiger am Ende der Saison einen sehr guten 7. Tabellenplatz mit 36:32 Punkten und 69:60 Toren.

Auch in der Saison 1972/73 hatte man einen sehr guten Start. Nachdem unser Trainer Charly Koch aus beruflichen Gründen nach Kassel versetzt wurde und nur noch sporadisch zum Einsatz kam, übernahm unser Spieler Bernd Müller die Trainingsleitung. Während wir das letzte Spiel der Verbandsrunde 1972/73 in Düdelsheim trotz einer 1:0 Führung mit 1:5 unterlagen, gewann Ober-Schmitten mit dem gleichen Ergebnis gegen Hirzenhain. Somit mußte unsere Mannschaft nach einem Rutsch vom 6. bis auf den 15. Tabellenplatz nach all den Mißerfolgen der letzten Wochen noch ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gegen den Nachbarn aus Ober-Schmitten austragen.

Das Entscheidungsspiel um den Verbleib in der Fußball-A-Klasse Büdingen zwischen dem VfB Ober-Schmitten und dem SV Eichelsdorf hatte über 2000 Zuschauer auf den Bockzahl nach Schotten gelockt. In einer, vor allem in der Endphase, dramatischen Partie glückte dem VfB Ober-Schmitten in der Verlängerung noch ein kaum mehr erhoffter 5:2-Erfolg, so daß Eichelsdorf im nächsten Jahr in der B-Klasse spielen muß. Eine solche Kulisse, drei Elfmeter für Ober-Schmitten, Ausgleich in der Nachspielzeit und drei Tore in der Verlängerung, das hat es sicher seit langem nicht mehr gegeben, waren die Schlagzeilen des Kreis-Anzeigers nach einem packenden und für viele unvergessenem Spiel.

Noch 15 Minuten nach Beginn des Spieles stand eine Schlange vor dem Kassenhäuschen, die Fans aus dem gesamten Kreisgebiet drängten sich in Dreier- und Viererreihen um den Platz auf dem Bockzahl.

Der VfB Ober-Schmitten hatte zu Beginn der Partie ein klares Plus, aber der SVE hatte mit Bernd Müller und Adolf Fuchs die Abwehr glänzend organisiert und ließ den Ober-Schmittener Angriff nicht zur Geltung kommen. Die beste Chance hatte der VfB drei Minuten vor der Halbzeit, als Drawer alleine vor dem Tor aus drei Meter Entfernung zum Glück weit über unseren Kasten drosch.

Als sich jeder bereits mit einer torlosen 1. Halbzeit abgefunden hatte, dribbelte sich Werner Bingel auf Linksaußen durch und seine Flanke schob Klaus Dieter Kleinschmidt in der 44. Minute zum 1:0 in die Maschen des Ober-Schmittener Tores.

Anfangs der 2. Halbzeit wurde dann das Spielgeschehen überwiegend vom SVE diktiert, die logische Konsequenz war das 2:0 in der 64. Minute, wiederum durch Klaus Dieter Kleinschmidt.

Nach der Auswechslung von Wolfgang Bohn ging beim VfB Wilfried Uhl in den Angriff und der SVE kam in den letzten 10 Minuten des Spiels stark unter Druck. So führte in der 83. Minute ein Tor von Joachim Peter, der einen Freistoß-Abpraller über die Linie drückte, zum 2:1 Anschlußtreffer. Die letzten Minuten glichen einer wahren Abwehrschlacht, und Torwart Jochen Henkel hielt drei bis vier „Hundertprozentige“.

Wegen angeblicher Spielverzögerung ließ der ansonsten gut leitende Schiedsrichter einige Minuten nachspielen. In dieser Nachspielzeit hielt einer unserer Spieler bei einem Hinterhaltsschuß den Ball mit der Hand, den fälligen Elfmeter verwandelte Wilfried Uhl zum vielumjubelten 2:2, so daß eine Verlängerung notwendig wurde.

In der Verlängerung waren gerade einmal 45 Sekunden gespielt, als Willi Wirth einen Abpraller von Joachim Peter zum 3:2 für Ober-Schmitten abstaubte. Bereits vier Minuten später gab der Schiedsrichter einen mehr als zweifelhaften Elfmeter, den Wilfried Uhl jedoch an den Pfosten setzte. In der 13. Minute der Verlängerung dann die Entscheidung für den VfB, als Bruno Ruck nach einem Alleingang gefoult wurde und den fälligen Elfmeter selbst zum 4:2 verwandelte. Der VfB ließ sich dann gegen unsere nun verständlicherweise resignierende Mannschaft die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen und erzielte in der Nachspielzeit der Verlängerung durch Günter Drawer sogar noch das 5:2.

Ober-Schmitten hatte somit den Klassenerhalt geschafft, wir mußten in die B-Klasse absteigen.

Spielertrainer Bernd Müller konnte jedoch die Mannschaft rechtzeitig für die neue Saison motivieren. Erwartungsgemäß, so der Kreis-Anzeiger, konnte mit 49:3 Punkten und 114:28 Toren der Gruppensieg in der B-Klasse West eingefahren werden und man stieg wieder in die A-Klasse auf. Bereits drei Spieltage vor Schluß der Runde besiegelte man mit einem 9:0 Triumph die Meisterschaft in Borsdorf, wo es Michael Blum vorbehalten war, das 100. Saisontor zu erzielen. Die einzige Niederlage brachte uns Ranstadt zu Hause mit 1:4 bei.

Folgende Spieler sicherten sich vorzeitig die Meisterschaft in der Saison 1973/74:

Klaus Dieter Stein, Bernd Müller, Wolfgang Bohn, Werner Bingel, Karl Herbert Prochotta, Albert Stein, Michael Blum, Karl Heinz Weber, Hans-Henning Kirchhof, Bernd Kaiser, Helmut Emmel und Karl Hermann Köhler

Die Reservemannschaft absolvierte ebenfalls eine gute Saison und wurde Dritter mit 34:16 Punkten und 60:37 Toren.

In diesem Jahr hatte man auch im Jugendbereich eine erfolgreiche Arbeit geleistet, so Vorsitzender Hugo Kirchhof in der Jahreshauptversammlung am 1. März 1975. Die C-Jugend erreichte in der Leistungsklasse einen guten 4. Platz, die E-Jugend holte die Gruppenmeisterschaft und wurde bei den Kreismeisterschaften Zweiter.

Die Saison 1974/75 begann eigentlich recht vielsprechend, denn man hatte bis zur Mitte der Rückrunde bereits 5 Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Nach einer längeren Niederlagenserie landete der SVE jedoch später auf dem letzten Tabellenplatz mit 19:45 Punkten und 40:59 Toren und mußte wieder in die B-Klasse absteigen. Meister wurde übrigens der VfR Ulfa, der somit in die Bezirksklasse aufsteigen konnte.

Auch die Saison 1975/76 lief für den SVE nicht gerade vielversprechend, denn mit 21:31 Punkten und 48:53 Toren wurde lediglich der 11. Tabellenplatz erreicht. Auch bei der Reservemannschaft lief es nicht gut. Ebenfalls mit 21:31 Punkten wurde nur der 10. Platz eingefahren.

Bernd Müller hatte zum Rundenende seine Trainertätigkeit beendet, für ihn kam Winfried Gerhard. Im ersten B-Klassenjahr landete man durch einen 4:1-Erfolg im letzten Spiel gegen Wenings auf einem sehr guten 4. Tabellenplatz, konnte dann jedoch in der Saison 1977/78 an die Leistungen der Vorsaison nicht anknüpfen. Man mußte sich mit dem 13. Tabellenplatz begnügen.

Auch die Saison 1978/79 verlief unter unserem neuen Trainer Hermann Hau nicht gerade erfolgsverwöhnt. Im letzten Spiel, in dem wir zwar auf sieben Stammspieler verzichten mußten, verloren wir gegen Eckartsborn, die bereits abgestiegen waren, mit 0:3 Toren und landeten auf dem 15. Tabellenplatz. Am Ende hatten wir mit 28:36 Punkte gerade 2 Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Neben Eckartsborn mußte Bergheim mit absteigen.

Was man in dieser Saison gerade noch einmal vereitelt hatte, wurde in der Saison 1979/80 Realtität. Man erreichte nur den 16. Tabellenplatz und mußte erstmals in der Geschichte des SVE in die C-Klasse absteigen. Die Reserve konnte sich in diesem Jahr im oberen Drittel der Tabelle festsetzen.

Saisonziel für die Saison 1980/81 war natürlich der sofortige Wiederaufstieg. Obwohl der Saisonstart für uns alles andere als gut verlief, acht Spieltage vor Schluß der Runde hatten wir bereits 3 Punkte Rückstand auf die führenden Teams aus Ober-Widdersheim und Eckartsborn, konnten wir am Ende doch noch einen erfolgreichen Rundenabschluß verbuchen. Punktgleich mit Eckartsborn lagen wir mit 47:13 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz, souveräner Meister wurde der FC Ober-Widdersheim mit 4 Punkten Vorsprung.

Somit muße der SVE zunächst ins Stechen gegen Eckartsborn. Nur der Sieger dieser Partei konnte dann durch einen weiteren Sieg gegen Altwiedermus noch den Aufstieg in die B-Klasse schaffen.

Der SV Eichelsdorf hat seine Chance auf den Wiederaufstieg in die Fußball-B-Liga gewahrt: Mit einem hohen 6:1-Erfolg (Halbzeit 5:1) auf neutralem Gelände in Ranstadt gegen die SSG Eckartsborn sicherten sich die Eichelsdörfer den 2. Rang in der Kreisliga C Nord, schrieb der Kreis-Anzeiger.

Über 500 Zuschauer sahen einen rasanten Start des SVE. Ehe der Gegner aus Eckartsborn so richtig Fuß gefaßt hatte, stand es schon 3:0 durch Tore von Bernd Spangenberger (4. Minute), Lothar Link (13. Minute) und wiederum Bernd Spangenberger (20. Minute). Erst nach dem Anschlußtreffer der Eckartsbörner in der 25. Minute war der Spielfluß etwas dahin. Doch ein verwandelter Foulelfmeter von Michael Blum (36. Minute) und ein weiteres Tor von Bernd Spangenberger (40. Minute) bedeuteten noch vor der Pause das endgültige „Aus“ für Eckartsborn. Routinier Bernd Müller gelang in der 74. Minute mit einem Foulelfmeter der 6:1-Endstand. Somit hatten wir uns für das Entscheidungsspiel gegen Altwiedermus qualifiziert.

Auch dieses Spiel wird vielen Fans ewig in Erinnerung bleiben. 800 Zuschauer erlebten ein dramatisches Entscheidungsspiel zwischen dem Süd- und dem Nordzweiten. Der SVE hatte im Elfmeterschießen die besseren Nerven, der SV Altwiedermus wird im nächsten Jahr den Versuch des Aufstiegs wiederholen, berichtete der Kreis-Anzeiger.

Der SV Altwiedermus mit ihrem Trainer Fernau hatte für diese Saison einiges investiert, sie gingen auch als leichter Favorit in dieses Spiel. Beide Mannschaften begannen konzentriert und vorsichtig, in allen Phasen der Partie merkte man die Wichtigkeit dieser Begegnung an. In der 6. Minute hatte Altwiedermus die erste Chance, ein wuchtiger Schuß von Friese strich jedoch knapp über die Latte. Bis zur 17. Minute dauerte es, bis Michael Blum den ersten Warnschuß auf das Altwiedermuser Tor abgab. Danach ließ Bipp einige Male seine Torgefährlichkeit aufblitzen, doch Torwart Michael Hühn parierte hervorragend.

In der 40. Minute dann das 1:0 für den SVE durch Klaus Störkel, nachdem kurz vorher Michael Blum knapp über das Tor schoß und der Gästespieler Kniese nur den Pfosten traf. Kurz nach dem 1:0 verhinderte der beste Mann auf dem Platz, Torwart Michael Hühn, den Ausgleich. Nach der Pause war jedoch auch er machtlos, als Bipp, bis dahin recht gut bewacht, in der 52. Minute den Ausgleich markierte.

Beflügelt vom Ausgleich, kam eine recht starke Phase der Altwiedermuser, die jedoch keinen Treffer erbrachte. In diese Drangperiode erzielte Norbert Köhler in der 66. Minute den vielumjubelten 2:1-Führungstreffer.

Durch diesen Treffer nicht geschockt, forcierte nunmehr Altwiedermus noch einmal das Tempo. In der 70. Minute war Bipp nur durch ein Foul im Strafraum zu bremsen, den fälligen Straßstoß setzte jedoch Hesse an den Pfosten. Nachdem der SVE durch gelegentliche Konter das Spiel hätte bereits frühzeitig entscheiden können, führte erneut ein Strafstoß, der gefährliche Bipp war wiederum im Strafraum nur durch ein Foul zu bremsen, zum 2:2-Ausgleich. In der Schlußminute hatte der SVE nochmals Glück, als Vierrath in aussichtsreicher Position am Tor vorbeischoß.

Die Verlängerung brachte zunächst die erneute Führung durch Bernd Spangenberger (5. Minute), die jedoch Bipp in der 30. Minute ausglich. Das notwendige Elfmeterschießen brachte dann den 9:8-Sieg für den SVE, der Aufstieg war somit besiegelt.

Der Reservemannschaft glückte die Vizemeisterschaft mit 39:13 Punkten und 90:35 Toren hinter Kohden (44:8 Punkte).

Die A-Jugend belegte den 3. Gruppenplatz, während die D-Jugend Zweiter wurde.

Nach dem Aufstieg verließ uns Trainer Hermann Hau, neuer Trainer wurde Klaus Bläsner. Klaus Bläsner setzte die gute Arbeit von Hermann Hau fort. Nach dem Wiederaufstieg erreichten wir in der Saison 1981/82 immerhin einen guten 7. Tabellenplatz. Auch die Reservemannschaft spielte eine gute Saison, landete am Ende nur knapp hinter dem Meister aus Schotten.

Die A-Jugend spielte in der Saison 1981/82 in der Leistungsklasse und belegten einen guten 3. Tabellenplatz. Die C-Jugend wurde in ihrer Gruppe Achter, die D-Jugend Dritter sowie die E-Jugend ebenfalls Dritter.

Die Saison 1982/83 in der Kreisliga B startete am 8. August mit einer 1:5-Niederlage bei der SG Himbach.

In der ersten Mannschaft kamen folgende Spieler zum Einsatz:

Jürgen Uhl, Volker Rau, Jürgen Feyh, Lothar Link, Michael Blum, Karl Herbert Prochotta, Reinhold Maurer, Thomas Schmidt, Bernd Spangenberger, Norbert Köhler, Steffen Dahmer und Rainer Hofmann.

Die Vorrunde verlief alles andere als gut. Erst beim 7:0-Sieg auf eigenem Platz gegen den SV Rainrod mit dem dreimaligen Toschützen Bernd Spangenberger schien bei der Elf von Trainer Werner Bingel der Knoten endgültig geplatzt zu sein. Erinnert werden muß an dieser Stelle auch an das „farbenprächtige“ Spiel am 30. April in Ober-Schmitten, daß durch ein Tor von Bernd Spangenberger in der Nachspielzeit einen glücklichen 4:3-Sieg brachte. Das Spitzenspiel der Reserven beider Mannschaften - Erster (VfB) gegen Zweiter (SVE) - endete torlos.

Während die erste Mannschaft die Saison mit einem Mittelfeldplatz rasch abhakte, sicherten sich die Alten Herren im Juni auf eigenem Platz die Stadtmeisterschaft. Im Elfmeterschießen gegen Viktoria Nidda behielt Adolf Fuchs beim entscheidenden Elfmeter die Nerven und verhalf seiner Mannschaft zum Sieg, schrieb damals der Kreis-Anzeiger.

„Ober-Schmitten, Eichelsdorf und Schotten heißen die Favoriten“, lautete die Schlagzeile zu Beginn der Runde 1983/84. Während die Reserve souverän Meister wurde, konnte die 1. Mannschaft mit dem 7. Tabellenplatz zufrieden sein.

In der Mitgliederversammlung am 25. Februar 1984 wurde Manfred Sembach zum 1. Vorsitzenden gewählt, da Bernd Müller nach sechsjähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte. Er übernahm den Vorsitz des Spielausschusses.

Auf Platz zwei fand man sich am 28. Oktober 1984 wieder, als das ewig junge Derby gegen Ober-Schmitten 2:2 endete. Norbert Köhler, mit neun Toren auf Platz zwei der Toschützenliste dieser Klasse, verschoß zwar in der 79. Minute einen Elfmeter. Klaus Störkels Tor zwei Minuten später brachte dann doch noch den erhofften Ausgleich. Im Vorspiel schickte die Reserve des SVE den Gegner aus Ober-Schmitten mit 3:0 unter die Dusche und sicherte sich damit den ersten Platz in der Tabelle. Das zu dieser Zeit nicht nur gut Fußball gespielt, sonder auch kräftig gefeiert wurde, verdeutlicht folgende Eintragung im Notizbuch von Trainer Werner Bingel: „18. Oktober: 18:30 Uhr, Haxen, Lore, Geburtstag Jürgen“.

Die Saison 1984/85 gestaltete sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem VfR Wenings und endete nach der bitteren 1:0-Niederlage in Wenings in der Endabrechnung mit 2 Punkten Rückstand auf Platz zwei. Gleichzeitig sicherte sich die Reserve mit neun Punkten Vorsprung erneut die Meisterschaft.

Der Favoritenrolle in der Saison 1985/86 konnte das Team von Werner Bingel zunächst nicht gerecht werden. Nach der 0:1-Niederlage gegen den TV Kefenrod fand man sich am 1. September plötzlich auf Rang 15 wieder. Alles andere als friedlich endete am 4. Mai das Spiel in Fauerbach, das nach einigen Handgreiflichkeiten in der 51. Minute vorzeitig abgebrochen werden mußte. Torschütze beim 1:1 war übrigens Willi Schmittberger, der in der 36. Minute einen Foulelfmeter unhaltbar „versenkte“. Eichelsdorf landete am Ende der Runde auf Platz neun, die Reserve wurde Vizemeister. B-Ligameister Oberau wurde später im Halbfinale des Fußball-Pokalwettbewerbes mit 2:0 in der Verlängerung bezwungen.

„Alles spricht für den FC Rommelhausen“, schrieb der Kreis-Anzeiger im Vorfeld des Pokalfinales zum Duell des B-Ligisten gegen den Bezirksliga-Absteiger.

Folgende Spieler standen im Aufgebot:

Jürgen Uhl/Klaus-Dieter Alt, Jürgen Feyh, Steffen Emrich, Michael Blum, Steffan Bopp, Jürgen Schmidt, Hartmut Köhler, Steffen Dahmer, Thomas Zinner, Rainer Hofmann, Wilfried Schmittberger, Klaus Störkel, Harald Zeitz und Michael Rau.

Das Pokalendspiel auf dem Platz in Nieder-Mockstadt endete 3:1. Überschwappende Freude auf dem Sportplatz und bei den Fans des SVE, die Überraschung war perfekt. Nach einem Freilos in der ersten Runde hieß der nächste Pokalgegner nun Kickers Offenbach.


Drei Tage wurde der 40.Geburtstag gefeiert

Der 40. Geburtstag des SV Eichelsdorf war Anlaß genug, im Mai 1986 von Freitag bis Sonntag ein unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen, das von Ehrungen über Gesang und Tanz bis hin zu sportlichen Betätigungen reichte. Eingeläutet wurden die Festtage am Freitagabend mit einer Totenehrung und anschließendem Kommers.

Im Vordergrund des Kommersabends standen Darbietungen des Gesangvereins Eintracht, des Spielmanns- und Fanfarenzuges, des Turnvereins und der Gymnastikgruppe. Ansprachen der Ehrengäste mit zahlreichen Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder sowie zum Ausklang Tanz mit den „Amigos“ folgten.

Vereinsvorsitzender Manfred Sembach hatte alle Hände voll zu tun, um die vielen Geburtstagsgeschenke entgegenzunehmen, während Gründungsvorsitzender Heiner Alt gekonnt durch das Programm führte.

Manfred Sembach konnte unter den Gästen auch Landrat Herbert Rüfer, Berthold Jungmann vom Kreisfußballverband, Stadtrat Adi Jäger und Sportkreisvorsitzenden Horst Schaumburg willkommen heißen.

Den harten Weg von der Vereinsgründung bis heute beschrieb Conferencier Heiner Alt. Mit einem Dankeschön richtete er sich an die vielen Vereinsmitglieder, die sich in den zurückliegenden Jahren unermüdlich für den Verein einsetzten. Dabei vergaß er vor allem die Gründungsmitglieder Otto Bingel, Hans Diehl, Adolf Albert Gröb, Erich Hainbach, Walter und Robert Hühn, Fritz Kievelitz, Leo Latzka, Helmut Schreiber, Robert Löffler und Walter Würz nicht. Sie durften sich über die Ehrennadel in Gold freuen, während Wilhelm Kleinschmidt und Adolf Blum sogar zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

Für einen keineswegs trockenen, sondern ausgesprochen humorvollen Kommersabend sorgte Heiner Alt schon zu Beginn, als er den Schirmherrn des Jubiläums, Landrat Herbert Rüfer, tatsächlich unter den Schirm nahm. Rüfer würdigte die Gründung des Sportvereins so kurz nach Kriegsende. Er sprach von beherzten Männern aus jenen Tagen und daß der SV Eichelsdorf bis heute Höhen und Tiefen durchwandert habe.

Nachdem der Spielmanns- und Fanfarenzug Eichelsdorf unter Sigi Christ seine Show- und Brassband-Einlagen dargeboten hatte, führte Heiner Alt mit oberhessischen Glossen weiter durch das Programm. Vor der Pause trat dann noch die Gymnastikgruppe unter Traudel Müller in Aktion.

Ein bioligisch-dynamischer Gärtner alias Gerhard Brack sorgte anschließend für Stimmung, während Berthold Jungmann in Vertretung des Kreisfußballwartes zahlreiche Vereinsmitglieder für 40- und 25jährige Treue sowie für mehr als 500 Spiele für den Verein auszeichnete.

Der Gesangverein, die Gymnastikgruppe und der Fanfarenzug runden den zweiten Teil des Kommersabends ab.

Die Kickers kommen

Der 19. November 1986 sollte für den SV Eichelsdorf einer der bedeutendsten Tage seiner Vereinsgeschichte werden. In der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokales erwartete der Spitzenenreiter der Kreisliga B Büdingen den vier Klassen höher spielenden Gast Kickers Offenbach. Am Tag vor dem großen Match stand Spielausschußvorsitzender Bernd Müller dem Sportchef des Kreis-Anzeigers, Olaf H. Meidt, Rede und Antwort.

KA: Herr Müller, der SV Eichelsdorf spielt um den Aufstieg in die Kreisliga A. Nimmt die Elf da ein Pokalspiel gegen einen Gegner wie jetzt die Offenbacher Kickers überhaupt ernst?

Bernd Müller: Doch! Wichtiger ist natürlich die B-Klasse, aber auch ein solches Pokalspiel muß ernstgenommen werden. Man will ja schließlich nicht die Zuschauer vergraulen, indem man sich passiv verhält. Die Leute sollen auf ihre Kosten kommen.

KA: In der Meisterschaftsrunde führt Eichelsdorf nach Pluspunkten mit fünf Zählern Vorsprung. Von den Stammspielern hat einer gesagt: Wenn wir es in diesem Jahr nicht schaffen, dann schaffen wir es nie. Ist das so?

Müller: Das Wörtchen nie sollte man nie sagen. Der Erfolg hängt von vielen Strömungen und Fakten ab. Beispielsweise die Verletzungsgefahr oder die Spielform. Da sind viele, die die Sache zeitweise ernster nehmen und dann wieder weniger. Das scheint mir momentan auch der Schub gewesen zu sein, den das Pokalspiel ausgelöst hat. Ich sehe es nicht so, daß der Zug abgefahren ist, wenn wir in diesem Jahr nicht aufsteigen. Es ist ganz klar, daß dadurch, daß der Werner Bingel jetzt schon im fünften Jahr hier trainiert, es die Krönung seiner Arbeit wäre, wenn wir den Aufstieg schaffen würden.

KA: Wenn sie von der Krönung der Arbeit sprechen - heißt das, daß es im kommenden Jahr keinen Trainer Bingel mehr in Eichelsdorf geben wird?

Müller: Das muß man abwarten, das entscheidet sich im Frühjahr, ob der Vorstand, die Spieler und auch der Trainer das wollen. Man hat es immer wieder schwer, die Leute zu motivieren, wenn man so lange trainiert hat. Eine Entscheidung ist aber vollkommen offen.

KA: Heißt das wirkliche Ziel des SV Eichelsdorf: Gewinn der Meisterschaft? Vor der Saison lautete der Tip bei unserer Umfrage noch Platz drei bis fünf - war das tiefgestapelt?

Müller: Das war meine Meinung. Ich ging einfach davon aus, daß bei uns gewisse Leute stillstanden in der Entwicklung. Gerade der Steffen Dahmer oder der Reiner Hofmann, das sind so Leute, die waren einen Sonntag gut und dann wieder einen schlecht ...

KA: ... momentan scheinen sie aber gut in Form zu sein, denn sie schießen ja viele Tore?

Müller: So ist es, und das ist halt der Grund, daß die Leute, die im letzten Jahr schlechtere Leistungen gebracht haben, jetzt konstanter dabei sind und das macht den Erfolg aus. Wir haben keinen überragenden Sturm, sondern aus der Hintermannschaft und dem Mittelfeld kommt soviel Druck, daß dann automatisch die Tore fallen.

KA: Wie sieht es denn personell im Verein aus. Beispielsweise wurde Michael Blum wieder zurückgeholt, obwohl er eigentlich schon aufgehört hatte. Gibt es da Engpässe?

Müller: Seine ursprüngliche Entscheidung, mit dem Fußball aufzuhören, war in Ordnung. Von der Leistung her ist das aber allemal ein Spieler, der noch spielen kann. Dafür ist der Jürgen Schmidt, der vielleicht der etwas bessere Libero ist, ins Mittelfeld aufgerückt. Der Jürgen, der Steffen Dahmer und der Thomas Zinner sind drei Leute, die ein gutes Mittelfeld darstellen.

KA: Würde der jetzige Kader im Falle eines Aufstieges ausreichen?

Müller: Man muß sich entscheiden: Entweder man bringt Dinge finanziell nach vorne und holt neue Leute, was schwer sein dürfte hier im Verein, oder man besinnt sich auf seine eigenen Kräfte. Wir haben den Spielbetrieb immer ohne Geld aufrechterhalten. Das heißt aber nicht, daß wir in Zukunft ohne Verstärkung von außen auskommen können.

KA: Die Rückrunde ist angelaufen, die entscheidende zweite Saisonhälfte steht bevor. Welcher Gegner wird die höchtse Hürde werden für den SV Eichelsdorf?

Müller: Der SV Mittel/Nieder-Seemen. Es hat sich gezeigt, daß die Anfangsschwierigkeiten hatten durch neue Spieler, die integriert werden mußten. Doch ich rechne fest damit, daß diese Mannschaft der große Favorit ist und bleibt.

„Ich brauche zum ersten Mal in dieser Saison meine Mannschaft nicht zu motivieren. Es ist kein Zwang da, jeder von uns kann frei aufspielen. Unser Ziel ist es, die Niederlage in Grenzen zu halten und auf keinen Fall zweistellig zu verlieren“, sagte Trainer Werner Bingel dem Kreis-Anzeiger noch vor dem Spiel gegen Kickers Offenbach.

Der SV Eichelsdorf spielte mit folgender Aufstellung:

Tor: Jürgen Uhl, Klaus-Dieter Alt

Abwehr: Stefan Bopp, Steffen Emrich, Michael Blum, Hartmut Köhler. Mittelfeld und Angriff: Steffen Dahmer, Steffen Krämer, Thomas Zinner, Jürgen Schmidt, Rainer Hofmann, Klaus Störkel. Ersatzspieler: Hans Spieß, Peter Schreiber, Dieter Dambmann, Norbert Köhler.

Kickers Offenbach:

Tor: Bernd Fuhr, Martin Wolf.

Abwehr: Gerd Paulus, Stefan Schummer, Reinhard Stumpf, Achim Thiel.

Mittelfeld und Angriff: Axel Brummer, Knut Hahn, Stefan Walter, Martin Kobusch, Dieter Müller, Thomas Kloss.

Ersatzspieler: Paul Koutsolakos, Holger Kurt, Ralf Weber.

Das Spiel ging deutlich mit 3:15 verloren, aber ein Fußballfest war es für Spieler und Zuschauer (1000) allemal.

Was sich schon in der Vorrunde der Saison 1986/87 andeutete, wurde am Ende Wirklichkeit: der SV Eichelsdorf schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Obwohl der SV Mittel/Nieder-Seemen Meister wurde, reichte dem SVE der zweite Platz zum direkten Aufstieg. Auch die Reserve spielte wieder einmal eine ganz starke Saison und wurde dafür mit dem Meistertitel belohnt.

Hier holten folgende Spieler die Reservemeisterschaft:

Klaus-Dieter Alt, Frank Schmittberger, Volker Merz, Dieter Dambmann, Volker Rau, Thomas Spamer, Siggi Alt, Matthias Zimolong, Lothar Link, Frank Spangenberger, Norbert Köhler, Hans- Henning Kirchhof und Thomas Schmidt.

Mittlerweile hatte Robert Löffler wieder den Vorsitz beim SVE übernommen. Nach fünf erfolgreichen Jahren stellte Werner Bingel den Trainerposten zur Verfügung. Nachfolger wurde Spielertrainer Wolfgang Weimer. Die Zusammenarbeit dauerte jedoch nur einige Monate. Bereits im Dezember 1988 wurde Manfred Christoph (Nidda) verpflichtet. Trotz aller Anstrengungen mußte der SVE im Mai 1989 aus der A-Klasse absteigen.

In der Saison 1989/90 setzte man weiterhin auf Trainer Manfred Christoph - und dies mit großem Erfolg. Im Kreis-Anzeiger war zu lesen: „Der SV Eichelsdorf bleibt weiterhin souverän an der Spitze der B-Klasse“. Herbstmeister wurde jedoch Altwiedermus vor Ober-Schmitten und Eichelsdorf. So lautete auch der Tabellenstand am Ende der Runde. Ober-Schmitten und Eichelsdorf waren punktgleich und mußten im Mai 1990 auf neutralem Terrain in Ortenberg ein Entscheidungsspiel bestreiten. Durch ein Tor von Martin Blum siegte der SVE mit 1:0 und spielte in der neuen Saison wieder in der A-Klasse. Folgende Spieler gehörten dem erfolgreichen Team an: Jochen Schäfer, Georg Schmitz, Paul Getto, Martin Blum, Jürgen Schmidt, Mike Henschel, Norbert Köhler, Steffen Dahmer, Jan Henschel, Kai-Uwe Eckhardt, Klaus Störkel, Jürgen Feyh, Steffen Emrich, Hagen Knodt, Rainer Hofmann, Jürgen Uhl, Andreas Diefenbach und Stefan Bopp.

Obwohl der Aufstieg geschafft wurde, trennte man sich im Juni 1990 von Trainer Christoph. Für die neue Runde konnte Spielertrainer Eberhard Bühler (Büdingen) verpflichtet werden. Der Klassenerhalt war das erklärte Ziel für die Saison 1990/91. Aber es sollte nicht reichen, der SVE mußte wieder den Gang in die B-Klasse (nach neuer Aufteilung jetzt A-Klasse) antreten. Damit nicht genug: In der Saison 1991/92 mußte der Verein noch einmal absteigen. Nach vorangegangenen Entscheidungsspielen verlor der SVE abschließend in Himbach gegen Lißberg mit 2:5.

Trotz der sportlichen Misere konnte der SV Eichelsdorf am 4. Juni 1992 seinen zweiten Sportplatz einweihen.

Im Juni 1992 wurde der Trainingsplatz eingeweiht

Viere Tage lang feierte der SV Eichelsdorf mit zahlreichen Gästen die Einweihung seines neuen Trainingsplatzes hinter dem Kindergarten. Höhepunkt war die offizille Übergabe des Geländes am Pfingstsamstag, an der unter anderem Bürgermeister Helmut Jung, Erster Stadtrat Georg Wegner, Ortsvorsteher Gerhard Kühn, Sportkreisvorsitzender Horst Schaumburg und Kreisfußballwart Berthold Jungmann teilnahmen.

SVE-Vorsitzender Georg Schmitz stellte bei seiner Begrüßung fest, daß die Fußballer des Sportvereins lange auf diesen großen Tag warten mußten. Ein steiniger Weg sei beschritten worden, um eine möglichst kostengünstige Anlage zu schaffen. Durch die vielen freiwilligen Arbeitsleistungen sei auf den Sportverein eine Belastung von lediglich 10.000 Mark zugekommen, den Rest der Gesamtkosten von 40.000 Mark trug dankenswerterweise die Stadt Nidda. Georg Schmitz bedankte sich bei allen Helfern für die vorbildliche Arbeit, besonders aber beim ehemaligen Vorsitzenden Robert Löffler und Platzwart Karl Schmidt, die sich besonders um den Sportverein und seinen neuen Platz verdient gemacht haben.

Nach anerkennenden Worten für die großartige Leistung des Vereins traten die erste Mannschaft des SV Eichelsdorf und eine Auswahl aller Niddaer Fußballmannschaften gegeneinander an. Das Spiel endete 5:2 für die Stadtauswahl. Vierfacher Torschütze war Gerwin Hohmeier vom VfR Ulfa. Zuvor spielte die B-Jugend der Jugendspielgemeinschaft Ober-Schmitten/Eichelsdorf/Rainrod/Eichelsachsen gegen ihre Altersgenossen aus Ulfa. Die Alten Herren der Spielgemeinschaft Ober-Schmitten/Eichelsdorf spielten am Abend zuvor gegen Blau-Weiß Schotten.

Am Samstagabend ging es im Festzelt weiter mit zahlreichen Ehrungen für langjährige Aktive des SV Eichelsdorf. Bei sage und schreibe 1000 Spielen hatte Edgar Gischler das Trikot des SV Eichelsdorf übergestreift. Auf 750 Spiele kamen Lothar Link und Hans-Henning Kirchhof. 600 Spiele bestritten Norbert Köhler, Michael Blum, Dieter Luft, Thomas Spamer, Otfried Blum und Hubert Schmittberger. 500 Spiele absolvierten Hartmut Köhler, Jürgen Feyh, Wilfried Schmittberger, Bernd Spangenberger, Kurt-Jürgen Kirchhof und Gerhard Horn. 400 Begegnungen absolvierten Volker Rau, Dieter Dambmann, Hans-Peter Schreiber, Jürgen Schmidt, Steffen Emrich, Stefan Bopp, Rainer Hofmann, Steffen Dahmer, und Jürgen Uhl.

Feuerwehr Turniersieger

Der Sportverein Eichelsdorf hatte anläßlich der Einweihung seines neuen Sportplatzes am Pfingstsonntag 1992 erstmals zu einem Fußball-Freizeit-Turnier eingeladen. Neun aus örtlichen Vereinen zusammengestellte Mannschaften hatte ihre Teilnahme zugesagt - eine Geste, die die freundschaftliche und kameradschaftliche Verbundenheit der Ortsvereine untereinander klar unter Beweis stellte, betonte Vorsitzender Georg Schmitz bei seiner Begrüßung.

So hatte der größte sporttreibende Verein in Eichelsdorf, der Turnverein gleich drei Mannschaften gemeldet, zweimal war die Feuerwehr, je einmal der Golfclub, der Angelsportverein, der Gesangverein und der ausrichtende Sportverein vertreten.

Pünktlich um 10.00 Uhr begannen die Vorrundenspiele, wobei sich in der Gruppe A die Feuerwehr I vor der Tischtennisgruppe I und II, den Sängern und den Anglern plazierte. In der Gruppe B siegten die TV-Montagsgymnastikmänner vor den Golfern, dem Sportverein und der Feuerwehr II.

Das Endspiel zwischen der Feuerwehr I und den TV-Montagsgymnastikmännern endete nach Elfmeterschießen 5:3 für die Floriansjünger.

Vorsitzender Georg Schmitz überreichte zum Ende des ersten Dorfturnieres den von der Magdeburger Versicherung gestifteten Wanderpokal, dankte allen Helfern und lud zum abschließenden gemütlichen Beisammensein am Sportheim ein.

Bereits nach einjähriger Amtszeit legte Vorsitzender Georg Schmitz im Februar 1993 sein Amt nieder. Nachfolger wurde Reinhard Pinkhaus. Die erste Mannschaft erreichte in der B-Klasse den vierten Platz. Trainer zu diesem Zeitpunkt war Paul Getto (Nidda). Die alten Herren feierten Pfingsten 1990 ihr 30jähriges Jubiläum.

 

Alte Herren feierten im Juni 1993 ihr 30jähriges Bestehen

Die Ehrung der Gründungsmitglieder stand im Mittelpunkt des Festkommerses zum 30jährigen Bestehen der Alte-Herren-Abteilung des SV Eichelsdorf im Festzelt am Bürgerhaus. Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Reinhard Pinkhaus, der das Amt wenige Monate zuvor von Georg Schmitz übernommen hatte, berichtet AH-Abteilungsleiter Bernd Müller in Form einer kleinen Chronik über die Geschichhte dieser Abteilung. Dabei wußte er einige nette Anekdoten zu berichten.

Gegründet wurde die AH-Abteilung im Jahre 1963, doch schon 1962 hätten Spieler der ersten und zweiten Mannschaft, die einen Gang zurückschrauben wollten, einige Spiele ausgetragen, sagte Müller. 1963 habe man dann den offiziellen Spielbetrieb aufgenommen. Robert Löffler, Erich Nagel und Werner Muth seien die Initiatoren gewesen. Abgesehen von einer Endspielniederlage bei einem Turnier in Eckartsborn sei man während der ersten Saison sogar ungeschlagen geblieben.

Am 11. Juli 1964 empfing man die Mannschaft der Frankfurter Eintracht. Gegen einen mit ehemaligen Nationalspielern gespickten Gegner habe man vor einer großen Kulisse lediglich 4:9 verloren. Weitere Höhepunkte seien das Erringen der Stadtmeisterschaft in den Jahren 1983 und 1992 gewesen.

In den 70er und 80er Jahren hätten Adolf Fuchs, Edgar Gischler und Kurt Lein den Spielbetrieb organisiert. Anfang der 90er Jahre sei die Spielerdecke immer dünner geworden und einige Spieler hätten wieder in der Reserve aushelfen müssen. Daher entschloß man sich 1991, eine Spielgemeinschaft mit Ober-Schmitten zu gründen.

Höhepunkt des Kommersabends war die Ehrung der Gründungsmitglieder. Folgende ehemalige Spieler wurden ausgezeichnet: Robert Löffler, Erich Nagel, Werner Muth, Richard Lein, Leo Latzka, Arne Grimm, Rudi Frank, Ludwig Treiber, Walter Hofmann, Kurt Emmel, Erich Spangenberger, Kurt Gischler, Manfred Bechtold und Erich Uhl.

Aber auch Sport wurde beim Jubiläum der Alten Herren geboten. Am Samstagnachmittag traten zunächst die beiden E-Jugendmannschaften der Jugendspielgemeinschaft Ober-Schmitten/Eichelsdorf/Rainrod/Eichelsachsen gegeneinander an. Anschließend spielten die Alten Herren gegen das AH-Team aus Bellersheim. Am Pfingstsonntag folgte das Turnier der Ortsvereine.

Ende der Saison 1993/94 stand die erste Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz, in der Relegation scheiterte der SVE jedoch an Ober-Lais und Wolferborn. Der erhoffte Aufstieg zurück in die A-Klasse wurde verfehlt - nicht ohne Folgen. Resignation machte sich unter den Spielern und den noch wenigen treuen Fans breit. Spielertrainer Hans-Peter Seum (Fauerbach) hatte große Mühe, die Aktiven immer wieder neu zu motivieren.

Die Runde 1994/95 endete für die erste Mannschaft mit einem Mittelfeldplatz. An Pfingsten fand das dritte Dorfturnier statt - zu Ehren von Sportkamerad Bernd Rieß, der bei einer Bergwanderung in Asien tödlich verunglückte.

Die Runde 1994/95 ging für die erste Mannschaft erneut mit einem Mittelfeldplatz zu Ende. Für die Saison 1995/96 konnte man Norbert Krusch als Spielertrainer verpflichten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich die Mannschaft zum Ende der Runde und pünktlich zum 50jährigen Jubiläum wieder fangen.

Erfreulich im Jubiläumsjahr war auch die Fertigstellung des erweiterten Sportheimes. Dank der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Vereinsmitglieder und großzügiger Spenden von Eichelsdörfer Handwerksbetrieben konnte der Umbau pünktlich zum 50. Jubiläum den Mitgliedern und Aktiven des Vereins übergeben werden.

Jubiläum 50 Jahre SV Eichelsdorf

Auch das 50jährige Jubiläum vom Sportverein Eichelsdorf wurde natürlich ausgiebig gefeiert. An fünf Tagen wurde wieder traditionell am Pfingstwochenende ein vielseitiges Festprogramm zusammengestellt.

Begonnen hatten die Jubiläumsfeierlichkeiten jedoch bereits am Mittwoch vorher mit einem Spiel der 86er SVE-Kreispokalsiegermannschaft gegen ein 86er Auswahlteam sowie einem Spiel der 1. Mannschaft gegen eine Niddatalauswahl.

Der Kreis-Anzeiger berichtete, dass sich trotz Konditionsrückstände (viele der 86er Pokalsiegermannschaft spielte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aktiv) eine recht flotte Partie entwickelte, die die Auswahlmannschaft mit 4:0 gewann. Im nachfolgenden Spiel behielt unsere damalige B-Liga-Elf (verstärkt mit Martin Blum, Marc Knodt, Torben Franz sowie Claus und Ralf Schäfer) gegen eine Niddatal-Nord-Auswahl mit 3:1 die Oberhand. Die Tore schossen Ralf Schäfer (4.), Claus Schäfer (47.) und unser jetziges Vorstandsmitglied Marco Böcher (73.).

Viele Anhänger und Fußballfreunde sowie zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung zum Kommersabend am Freitagabend gefolgt. Der damalige Vereinsvorsitzende Reinhard Pinkhaus ging nach seiner Begrüßung auf die aktuelle Situation im Verein ein, die damals nicht gerade rosig war. Sportkamerad Bernd Müller, langjähriges Vorstandsmitglied und Vorsitzender, trug dann den Gästen die Vereinsgeschichte mit allen Höhen und Tiefen vor.

Natürlich darf bei einer solchen Veranstaltung auch nicht die Ehrung verdienter Vereinsmitglieder fehlen. Alleine 50 Mitglieder wurden für 50, 40 bzw. 25jährige Mitgliedschaft geehrt, weiterhin wurden zahlreiche Ehrungen der Funktionsträger unseres Vereins vorgenommen (HFV und Landessportbund).

Der Gesangverein, Tanzgruppen des Turnvereins sowie zum Abschluss des Programms der gemeinsame Auftritt des Gesangvereins und des Musikcorps mit dem Stück „Conquest of Paradise“ rundeten den gelungenen Abend ab. Anschließend spielte die Kapelle „Jogis“ noch zum Tanz auf.

Am Samstag fanden zunächst Jugendspiele und ein AH-Spiel gegen Rot-Weiß Frankfurt (1:5, Ehrentreffer Thomas Zinner) statt. Am Abend dann sorgten die „Original Spessarter Spitzbuam“ für beste Unterhaltung. Mit volkstümlichen Klängen, moderner Tanzmusik bis zu Disco- und Techno-Klängen, sorgten sie für eine Super- Stimmung.

Am Sonntagnachmittag spielten dann die Bleichtaler Musikanten bei Kaffee und Kuchen, so dass auch die Freunde der reinen Blas- und Volksmusik auf ihre Kosten kamen. Am Sonntagabend fand dann die bereits obligatorische Pfingstdisco statt, die wie immer ein voller Erfolg war.

Abgerundet wurde das Programm dann am Pfingstmontag mit einem Frühschoppen mit den Jogis.

Der Vorstand im Jubiläumsjahr 1996 - 50 Jahre SV Eichelsdorf

Jürgen Feyh (Beisitzer), Hartmut Köhler (Rechner), Werner Bingel (2. Vorsitzender), Dieter Luft (Beisitzer), Reinhard Pinkhaus (1. Vorsitzender), Hagen Knodt (Beisitzer), Adolf Fuchs (Beisitzer), Bernd Müller (Beisitzer), Siegmar Alt (Schriftführer)

Nachdem die Neuwahlen des Vorstandes auf Grund des anstehenden Jubiläumsfestes auf den 29. Juni 1996 verschoben wurden, gab Vorsitzender Reinhard Pinkhaus, der aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stand, den Vorsitz an Werner Rau ab. Werner Rau wurde einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. In seiner ersten Vorstandssitzung wurde das umgebaute Sportheim zur neuen Vereinsadresse. Auch wurde beschlossen, im nächsten Jahr an Pfingsten das 10jährige Bestehen der FSG-Jugend zu feiern. Der hoffentlich erzielte Gewinn soll ausschließlich für die Jugendarbeit eingesetzt werden.

Weiterhin wurde das neue Sportheim, das gerade zum Jubiläumsfest noch fertig gestellt wurde, offiziell eingeweiht. In weit mehr als 1.000 Arbeitsstunden wurde ein gelungenes, von vielen auswärtigen Gästen geschätztes und für den SVE überlebenswichtige Sportheim erstellt.

Auf eigene Kosten und in eigener Regie wurden im September 1996 Flutlichtmasten für unseren Ausweichsportplatz installiert, die Flutlichtanlage wurde dann im November in Betrieb genommen. Das Flutlicht auf dem Nebenplatz hatte sich bereits im ersten Winter bewährt, so Vorsitzender Werner Rau in seinem Rechenschafts-bericht damals. Zum einen werden hierdurch die Energiekosten gesenkt und zum anderen wird der Hauptplatz hierdurch natürlich geschont und kann sich besser regenerieren.

Bereits im Frühjahr 1996 wurden auf Initiative von Werner Bingel alle zu dieser Zeit auswärtig spielenden Fußballer des SVE zur Rückkehr bewogen. Hiermit hatten wir ab der Saison 1996/1997 wieder einen starken Kader zur Verfügung. Mit Martin Blum (VfR Lich), Steffen Dahmer (Spielertrainer in Fauerbach), Jürgen Schmidt (VfR Ulfa), Marc Knodt (FC Wallernhausen) sowie den Neuzugängen Martin Schwalb (VfR Ulfa), Torben Franz (VfR Ulfa) und den Haudegen Klaus Störkel, Mirco Fuchs, Jens Uhl, Hagen Knodt, Frank Spangenberger sowie den Nachwuchsspielern Steffen Ziegler, Klaus Gottwald, Stefan Schnarr, Mathias Raschendorfer und Trainer Hans Rückert (Schotten) hatten wir einen sehr starken Kader und wurden bei der Rundenbesprechung auch bereits als Favoriten gehandelt. Erstmals wurden durch einen Sponsorring Prämien für einen eventuellen Aufstieg mit den Spielern ausgehandelt.

Unserer Favoritenrolle wurden wir dann auch gerecht. Trotz einer Auftaktniederlage gegen Geiß-Nidda passte in dieser Saison alles zusammen. Den wichtigsten Sieg in der Runde errang die Mannschaft mit einem 4:2-Auswärtssieg gegen den schärfsten Konkurrenten aus Gedern. Jürgen Schmidt erzielt hier 3 Treffer. So konnten wir trotz des am Rundenende anstehenden Punktabzugs wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls mit einem klaren 6:1 gegen die SKG Fauerbach frühzeitig den Aufstieg in die Kreisliga A feiern. Die Tore schossen Martin Blum, Jürgen Schmidt (2), Mirko Fuchs, Martin Schwalb und ein Eigentor. Wir wurden Meister der B-Klasse Nord Büdingen mit 87:23 Toren und 66 Punkten. Bester Torschütze und damit zweiter der Torschützenliste wurde Jürgen Schmidt mit 19 Treffern vor Martin Schwalb mit 16 Toren. Das letzte Spiel in Michelbach gegen die SG Burkhards/Michelbach wird noch manchem in Erinnerung sein. Reisten wir doch eigens mit einem städtischen Bus, gefahren von Reinhard Pinkhaus, nach Michelbach und sorgten dort für Bundesligaatmosphäre.

Auch das Spiel um den inoffiziellen Titel des B-Liga-Kreismeisters gewann unsere Elf gegen die SG Himbach ersatzgeschwächt mit 3:2. Nach der Himbacher Führung erzielte Marco Böcher mit einem Volleyschuss aus 16 Metern den Ausgleich. Klaus Gottwald markierte nur zwei Minuten später die 2:1-Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich setzte Klaus Gottwald zu einem Alleingang an und erzielte mit seinem 2. Treffer den 3:2 Endstand.

Die SVE-Meistermannschaft 1996/1997

Im Jugendbereich spielten in der Saison 1996/97 ca. 144 Jugendliche, davon 20 aus Eichelsdorf. Wegen Spielermangel konnte leider keine A-Jugend gemeldet werden, lediglich 4 Spieler waren vorhanden, die bei der JSG Ober-Widdersheim angemeldet wurden. Dafür nahmen aber 2 Mannschaften bei der D- und bei der F-Jugend und sogar 3 Mannschaften bei der E-Jugend an der Punktrunde teil.

An Pfingsten 1997 wurde aus Anlass des 10jährigen Bestehens der Jugend-spielgemeinschaft mit unseren Nachbarvereinen Ober-Schmitten und Rainrod gemeinsam groß gefeiert. Mit einem großen Festprogramm hatte man wieder einen finanziellen Spielraum, der ausschließlich der weiteren Jugendarbeit zur Verfügung gestellt wurde. Mit einem Kommersabend am Freitag, den Original Spessarter Spitzbuam am Samstag, der Feuerwehrkapelle aus Eichelsachsen am Sonntagnachmittag, einer großen Zelt-Disco am Sonntagabend und zum Ausklang mit einem Frühschoppen, bei dem die Jogis aufspielten, hatte man wieder für jeden etwas Passendes im Festprogramm.

Auch das fußballerische kam bei den Feierlichkeiten nicht zu kurz. Für alle Jugendmannschaften wurden Turniere ausgerichtet. Sogar Jugendmannschaften von Eintracht Frankfurt und Rot Weiß Frankfurt nahmen neben vielen unserer befreundeten Mannschaften am Turnier teil.

Im Oktober 1997 starteten wir zu einem Vereinsausflug nach Elbigenalp in das Spitzenkomforthotel „Alpenrose“. Dieser wirklich sehr schöne Ausflug hatte ein phantastisches Wetter als Hintergrund, schöner als zu diesem Zeitpunkt kann man die Bergwelt der Alpen kaum noch erleben. Durch die Flexibilität in der Programmgestaltung waren wir in der Lage, diese Gelegenheit zu einer Fahrt auf Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze, zu nutzen. Der einmalige Fernblick, den wir an diesem Tag hatten, ist nur an wenigen Tagen im Jahr möglich. Wer dabei war, wird dies lange in Erinnerung behalten. In Verbindung mit der tollen Therme im Hotel und dem ganzen Drumherum war dieser Ausflug wirklich ein tolles Erlebnis. Viele Highlights werden auch hier nicht in Vergessenheit geraten. Schade nur, dass die Beteiligung zu gering ausfiel.

In der folgenden Spielsaison 1997/1998 kam nach der Aufstiegseuphorie auch bald wieder die Ernüchterung. Bereits vier Wochen vor Rundenbeginn kam es zur Trennung mit Trainer Hans Rückert. Interimsweise übernahmen zunächst Steffen Dahmer und Werner Bingel die Betreuung unserer Mannschaft. Bereits eine Woche später konnten wir jedoch mit Thomas Speyer einen neuen Trainer verpflichten.

Bedingt durch die Ausfälle einiger Spielerpersönlichkeiten spielten wir in dieser Saison von Anfang gegen den Abstieg. Erschwerend kam hinzu, dass die Reserve nur durch gutes Zureden vom Spielausschussvorsitzenden Wilfried Schmittberger, der Sonntag für Sonntag nur mit größter Mühe eine Reservemannschaft zusammenstellte, am Leben gehalten werden konnte. Trotz allem mussten 5 Reservespiele kampflos wegen Spielermangel abgesagt werden.

Im letzten Heimspiel gegen Eckartshausen erzielt Gerhard Horn das letzte Tor für die SVE-Reserve. Die erste Mannschaft erreicht ein 3:3 gegen die bereits als Aufsteiger feststehende Lindheimer Mannschaft und erreichte hierdurch den Klassenerhalt. In der Abschlusstabelle der A-Liga belegten wir den 13. Platz mit 18 Punkten und 28:62 Toren. Die Reservemannschaft belegte den 11. Platz mit 14 Punkte und 21:75 Toren.

Der Versuch des neuen Vorstandes mit Werner Rau an der Spitze, den Verein durch Erweiterung des Sportangebotes auf eine breitere Basis zu stellen, hatte leider nicht den gewünschten Erfolg. Mit einem Rundschreiben „Fußball und sonst nichts“ hatte man versucht, noch mehr Mitglieder, insbesondere auch Frauen, für den SVE zu werben. Lediglich eine Mountainbike- und eine Skifreizeitgruppe entstanden durch die Aktivitäten. Eine Skitour mit 14 Mitgliedern des SVE machte sich dann auch bereits kurze Zeit später zum ersten Mal nach Saalbach/Hinterglemm zur „Hanni“, um fünf herrliche Tage bei traumhaften Schneebedingungen zu verbringen.

Bereits in der Mitgliederversammlung am 30. Januar 1998 berichtete Werner Bingel über fehlende Zusammengehörigkeit und Teamgeist. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Vorstand Gedanken über eine eventuelle Spielgemeinschaft gemacht, da nicht genügend engagiertes Spielerpotential vorhanden war.

Mangelnde Trainingsbereitschaft sowie der immer dünner werdende Kader veranlassten die Verantwortlichen des SVE eine außerordentliche Spielersitzung einzuberufen. Hier sollte in Erfahrung gebracht werden, wer auch in der nächsten Saison noch für den SVE die Schuhe schnüren wollte. 25 Spieler waren der Einladung gefolgt mit dem Ergebnis, dass lediglich 13 Spieler bereit waren, weiter zu spielen. 7 Leistungsträger waren noch unentschlossen und 5 Spieler wollten ihre Laufbahn beenden.

Bei der Frage, wie es mit einer solchen dünnen Spielerdecke weitergehen solle, wurde mehrheitlich eine Spielgemeinschaft vorgeschlagen. Mangelnde Trainingsbeteiligung und Vereinsinteresse gestandener SVE-Spieler gaben den Verantwortlichen eigentlich keine andere Wahl, als die Zukunft des SVE in einer Spielgemeinschaft zu suchen.

In mehreren Gesprächen mit den Nachbarvereinen VfB Ober-Schmitten und
SV Rainrod war der Vorstand guten Mutes, dass durch die Bildung einer Dreier-Spielgemeinschaft eine sportliche Herausforderung gegeben ist und die Spieler mit Abwanderungsgedanken weiterhin für den SVE spielen werden.

Gründung der FSG Ober/Eichel/Rain

Am 8. Mai 1998 fand im Bürgerhaus Eichelsdorf die erste Informationsveranstaltung über die Gründung einer Fußball-Spielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen SV Rainrod und dem VFB Ober-Schmitten statt. Hier ist für die Erstellung der Regelarien bis hin zur konstituierenden Sitzung unser damaliger Vorsitzender Werner Rau zu erwähnen, der in akribischer Arbeit viele heute noch als Basis dienende Vereinbarungen erstellt und zur Abstimmung gebracht hat. Auch wurde er dann zum ersten Vorsitzenden des FSG-Vorstandes gewählt. Im ersten Vorstand der FSG waren weiterhin Joachim Peter (1. Vorsitzender VfB Ober-Schmitten), Waldemar Lutz (1. Vorsitzender SV Rainrod), Werner Bingel (2.Vorsitzender SV Eichelsdorf), Thomas Zinner (2. Vorsitzender VfB Ober-Schmitten) und Volker Fritzges (2.Vorsitzender SV Rainrod) vertreten.

Erster Trainer der FSG wurde Reinhard Finkernagel aus Dorf-Güll. Für die zweite Mannschaft, die in der B-Liga starten musste, wurde Willi Ludwig verpflichtet.

Mit einem Trainingslager in Bermutshain bereiteten wir uns für die erste Saison vor. Hier fand dann auch die erste Vorstandssitzung der neu gegründeten FSG Ober/Eichel/Rain statt.

Bereits mit dem ersten offiziellen Auftreten im Juli 1998 sicherte sich unsere neu gegründete Spielgemeinschaft bei den Niddaer Stadtmeisterschaften erfolgreich den Stadtmeistertitel, nachdem man durch einen 1:0-Sieg gegen Unter-Schmitten und einem 0:0 gegen Gencler Birligi Gruppensieger wurde und im Endspiel deutlich mit 3:0 gegen Geiß-Nidda gewann. Dieses erste Erfolgserlebnis wurde dann auch gebührend bei den Anglern unter den Linden in Eichelsdorf gefeiert.

Mitte Juli 1998 machte sich die Mountainbike-Gruppe mit Otfried Blum, Siegfried Christ, Edgar Gischler, Hartmut Köhler und Werner Rau auf den Weg ins gleichnamige Eichelsdorf in Unterfranken. Etwa 180 Straßenkilometer waren zu absolvieren. Über Gederner See, Birstein und Schlüchtern übernachtete man zunächst in einem Gasthof in Geroda (bei Bad Brückenau), bevor es am nächsten Tag mit einigen Regenschauern weiter nach Eichelsdorf ging. Dieter Ußner begleitete die fünf Radler mit einem Servicewagen. Bei Kaffee und Kuchen und natürlich einigen Maß Bier wurde dann das Country-Fest gemeinsam mit den bayrischen Eichelsdörfern und den heimischen Feuerwehrkameraden gefeiert.

Oktoberfest mit den „Spessarter“

Am 25. und 26. September 1998 hatte man mit München etwas gemeinsames, es wurde ein großes Oktoberfest gefeiert. Eine Oktoberfestparty für die Jugend mit der Original Eichelsdorfer Disco-Crew bildete am Freitag, 25. September, den Auftakt. Der Auftritt der „Spessarter“ folgte dann am Samstag. Die Stimmungskapelle, die bereits zum zweiten Male in Eichelsdorf auftrat, konnte wieder eine Menge an Freunden und Fans im Eichelsdorfer Festzelt begeistern.

Alles in allem wieder einmal eine gelungene Veranstaltung, wie immer hervorragend organisiert vom SVE-Festausschuss.

Auf Grund eines Vorstandsbeschlusses wurde erstmals auf eine Weihnachtsfeier verzichtet. Im letzten Jahr waren alle Mitglieder persönlich angeschrieben worden, die Resonanz jedoch nahezu gleich null gewesen. Aus diesem Grund wurde lediglich eine gemeinsame Weihnachtsfeier der FSG veranstaltet

Ausweichsportplatz muss Feuerwehr-Gerätehaus weichen

Städtische Gremien, der Ortsbeirat und die Freiwillige Feuerwehr planen ein neues Feuerwehrgerätehaus. Als Standort wurde zunächst die Fläche zwischen Kindergarten und Ausweichsportplatz vorgesehen. Planentwürfe lagen bereits lange vor, bevor der Sportverein überhaupt hierüber in Kenntnis gesetzt wurde. Die Idee, die Freifläche des Kindergartens um einen zirka zwei Meter breiten Streifen zu reduzieren, wurde von der Elternvertretung des Kindergartens verworfen. Der Ortsbeirat fasste daher den einstimmigen Beschluss, im Abstand von drei Metern zur Kindergarten-Freiflächengrenze das neue Gerätehaus zu errichten. Der Ausweichsportplatz sollte entsprechend verkleinert werden.

Diese Entscheidung wurde jedoch ohne Einbeziehung des Sportvereins getroffen. Aus der Einladung des Ortsbeirates (die an alle Vereine für jede Sitzung erfolgt) war nicht hervorgegangen, dass es sich bei dem anvisierten Standort um das Gelände handelte, was ausschließlich vom Sportverein genutzt wurde.

In zahlreichen Verhandlungen, an denen Vorsitzender Werner Rau und Stellvertreter Werner Bingel für den SVE teilnahmen, fanden die Vorschläge und Interessen des SVE leider keine Berücksichtigung. Auch die Einschaltung des Vorsitzenden des Sportausschusses und des Sportbeirates brachte nichts. Die Stadt blieb bei ihrer Entscheidung, so dass ein Teil der Sportplatzfläche, die seinerseits auch mit Kosten des Sportvereins und mit viel Eigenleistung durch den damaligen Vorsitzenden Robert Löffler und Platzwart Karl Schmidt hergerichtet wurde, dem neuen Feuerwehrgerätehaus weichen musste.

Die FSG Ober-Eichel-Rain sorgte nicht nur wegen seines gewöhnungsbedürftigen Namens, sondern auch sportlich des öfteren in unserer Regionalpresse für Schlagzeilen. Die FSG belegte in der ersten Saison einen hervorragenden 5. Platz mit 61:47 Toren und 55 Punkten. Bester Torschütze unserer Elf war Mirko „Motto“ Fuchs, der 14 mal traf. Die Reservemannschaft belegte den 11. Platz. Die dritte Mannschaft in der B-Liga enttäuschte allerdings und belegte den letzten Tabellenplatz (17.). Von dieser Mannschaft hatte man seitens der Verantwortlichen eigentlich viel mehr erwartet. Bereits im Oktober wurde sich von Trainer Willi Ludwig getrennt und Gunter Schneider übernahm zunächst die Trainingsleitung. Zur neuen Runde wurde dann Michael Geier verpflichtet, wodurch sich der FSG-Vorstand neue Impulse und neue Motivation versprach.

Auch die Mountainbikegruppe unter Leitung von Otfried Blum unternahm 1999 wieder eine zweitägige Fahrradtour, diesmal ging es zur Wasserkuppe in der Rhön. Auch die Skifreizeitgruppe hatte im Januar 1999 bereits zum dritten Mal in Folge ihre Reise nach Hinterglemm angetreten, dieses Mal bei herrlichem Sonnenschein, aber bei frostigen Temperaturen.

Auch in der zweiten FSG-Saison hatte man sich einiges vorgenommen. Unter den Spitzenclubs wollte man sich einreihen. Das Potenzial, um unter die ersten fünf zu kommen, ist auf jeden Fall da, wenn nicht sogar mehr, gab sich Trainer Reinhard Finkernagel noch am Anfang der Runde sehr optimistisch. Sogar von einem Relegationsplatz war die Rede.

Trotz einem guten Trainingslager in Bermutshain reichte es am Ende der Runde „nur“ zum neunten Tabellenplatz mit 65:49 Toren und 43 Punkten. Beste Torschützen in dieser Saison waren Jürgen Schmidt mit 14 Toren und Marco Böcher mit 11 Treffern. Die Reserve belegte Rang 14 (23 Punkte, 34:90 Tore) und die dritte Mannschaft wurde 10ter in der B-Liga mit 37 Punkten und 54:83 Toren. Auch hier ging eine Reserve an den Start und belegte ebenfalls den 10. Tabellenplatz mit 28:33 Toren und 23 Punkten.

Erst im dritten Anlauf konnte im Jahre 2000 für Werner Rau, der aus beruflichen Gründen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand, mit Wolfgang Bohn ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Neuer 2. Vorsitzender wurde Norbert Köhler, der Werner Bingel ablöste. Werner Bingel, der schon seit Jahrezehnten, sei es als Spieler, Trainer oder Vorstandsmitglied, für den SVE wertvolle Dienste geleistet hatte, bat um eine Auszeit.

In der Saison 2000/2001 ging es dann mit den sportlichen Leistungen der FSG weiter nach unten, erste Verschleißerscheinungen zeigten sich. Bedingt durch die Abgänge einiger Stammspieler (Sakou, Aris, Keil) sowie durch Verletzungspech einiger Leistungsträger, wie Mirko Fuchs, Peter Zuber usw. fand man sich am Ende der Saison auf dem Relegationsplatz wieder. Zwei Entscheidungsspiele gegen Gedern waren angesagt.

Bezirksliga-Relegationsduell gegen Gedern

Im ersten Spiel in Gedern erreichten wir durch Tore von Matschke, Blum und Gottwald ein leistungsgerechtes 3:3. Ein zur Halbzeit schon verloren geglaubtes Spiel konnten wir im zweiten Durchgang noch einmal aus dem Feuer reisen, so der Kreis-Anzeiger damals.

Das Rückspiel in Eichelsdorf, von 800 Zuschauern verfolgt, begann dann jedoch nicht gerade vielversprechend, denn bereits nach einer halben Stunde ging Gedern mit einem Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Auch in diesem Spiel musste FSG-Coach Finkernagel wohl eine ordentliche Pausenpredigt gehalten haben, denn nur nach drei Minuten hatten wir die erste große Chance zum Ausgleich durch Bechtold. Urlaubsrückkehrer Daniele Russino war es dann, der in der 57. Spielminute mit einem Kopfball den umjubelten 1:1 Ausgleich schaffte. In den letzten 30 Minuten ging es dann hin und her und es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten.

Nachdem Mirko Fuchs in der 80. Minute noch am Pfosten des Gästegehäuses scheiterte, hatte er zwei Minuten später mehr Glück. Aus dem Gewühl heraus bugsierte er den Ball über die Linie und sorgte somit für die 2:1-Führung. Kurz nach dem Führungstor hatte Gedern noch eine Möglichkeit, die jedoch von FSG-Keeper Kempel bravourös gehalten wurde.

In der Nachspielzeit konnte unser Kapitän Klaus Gottwald mit einem Traumschuss aus halb rechter Position in den oberen linken Torwinkel das Spiel für uns entscheiden und sorgte für einen Jubelrausch. Nach dem vorhergegangenen Platzregen wurden dann natürlich auch die Kehlen der FSG-Anhänger befeuchtet, bedeutete doch dieser Sieg den Bezirksliga-Klassenerhalt.

Für die FSG spielten Kempel, Steffen Ziegler (SVE), Mathias Raschendorfer (SVE), Klaus Gottwald (SVE), Jürgen Schmidt (SVE), Mirko Fuchs (SVE), Schiemann, Martin Blum (SVE), Marco Böcher (SVE), Bechtold, Lutz, Russino und Matschke.

Die Reserve belegte nach Abschluss der Runde Platz 16 mit 22 Punkten und 17:65 Toren, die dritte Mannschaft in der B-Liga Platz 18 mit 54:105 Toren und 27 Punkten, die Reserve den 12. Platz mit 26 Punkten und 32:42 Toren.

Trainer Finkernagel verlies dann die FSG und mit Spielertrainer Axel Kaiser verlief der Start zur neuen Runde verheißungsvoll, denn bei den Schottener Stadtmeister-schaften entthronte Martin Blum mit seinem verwandelten Foulelfmeter den Titelver-teidiger aus Schotten.

Auch in der Saison 2001/2002 blieben wir vom Verletzungspech nicht verschont. Leistungsträger, wie Klaus-Peter Zuber, Marco Böcher, Thorsten Uhl und Sebastian Bechtold fielen längerfristig aus und konnten nicht adäquat ersetzt werden. So spielte man von Anfang an gegen den Abstieg. Trotz einer tollen Aufholjagd in der Rückrunde konnten wir den Klassenerhalt nicht mehr schaffen.

Trainer Axel Kaiser warf nach der 3:4 Niederlage gegen den Tabellenletzten Eschenrod/Eichelsachsen das Handtuch, stand aber als Spieler noch bis zum Rundenende für die FSG zur Verfügung. Gunther Schneider übernahm für Kaiser dann das Traineramt.

Im letzten Spiel gegen Lorbach, die selbst noch abstiegsgefährdet waren, setzte es eine unglückliche 1:2-Niederlage und wir mussten mit 27 Punkten und 37:74 Toren als Tabellenvorletzter in die A-Liga absteigen.

Die Reservemannschaft konnte wegen Spielermangel nur 4 Spiele bestreiten und wurde mit 22 Punkten und 12:58 Toren Tabellenvorletzter.

Die B-Liga-Mannschaft wurde mit 11 Punkten und 33:143 Toren abgeschlagen Tabellenletzter. Eine Reserve konnte erstmals wegen Spielermangel nicht gemeldet werden.

Auf Initiative von Jugendleiter Klaus Wingefeld (Rainrod) und Jugendtrainer Bernd Garder (Eichelsachsen) bekam die FSG beim Wettbewerb „Champions 4Me“ der Firma Mastercard einen mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis zugesprochen. Es handelte sich hier um ein Projekt „Talentförderung und Eingliederung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen“. Eine Belohnung für die fast 15jährige Zusammenarbeit (anfangs vom SV Rainrod) mit dem in Rainrod gelegenen Flüchtlingswohnheim. Sechs bis acht Jugendliche aus Afghanistan, Äthiopien, Algerien, Eritrea und Indien spielten in der Jugendspielgemeinschaft.

Diese Auszeichnung nahm sogar das ZDF zum Anlass, um bei einem Hallentraining in Schotten mit der Kamera dabei zu sein. Ausschnitte des Trainings sowie Kurzinterviews konnte man dann wenige Zeit später im „Mittags-Magazin“ sehen.

Nach dem Abstieg war der 5. Tabellenplatz das anvisierte Saisonziel 2002/2003. Die Mannschaft befand sich im Umbruch, junge talentiere Spieler wurden in die Mannschaft eingebaut. Die dritte Mannschaft konnte wegen Spielermangel nicht mehr gemeldet werden, so dass man nur noch mit 2 Mannschaften in der Kreisliga A an den Start ging. Am Ende wurde das gesteckte Ziel knapp verfehlt, man erreichte den 6. Tabellenplatz mit 50 Punkten und 62:54 Toren. Auch die Reserve erreichte mit 44 Punkten und einem Torverhältnis von 46:29 Toren den 6. Platz von insgesamt 16 Reservemannschaften.

AH-Abteilung wurde 40 Jahre und ist heute noch ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Ist es sportlich auch merklich ruhiger geworden, so wird immer noch kräftig gefeiert und Ausflüge organisiert, wie die Ausflüge 2001 in die Rhön, 2003 nach Cochem (Beilstein) an die Mosel und 2004 nach Würzburg belegen. Auch ist der „Pils-Tisch“ ein wichtiges und belebendes Element, hier werden Sonntags nach Spielende Pläne geschmiedet und Anekdoten erzählt.

In der Saison 2003/2004 hatte man sich dann mehr vorgenommen. Thorsten Maurer, der bereits in der vorangegangenen Saison zusammen mit Gunther Schneider als Trainerduo verantwortlich war, übernahm die alleinige Regentschaft. Man wollte um den Aufstieg mitspielen. In einem Trainingslager in Dresden bereitete man sich auf die Saison vor, die auch hervorragend begann, wurde man doch bei den Schottener Stadtmeisterschaften zum zweiten Male Stadtmeister. Der Grundstein wurde beim Spiel gegen Schotten gelegt. Beim 1:1 traf Steffen Ziegler mit einer sensationellen Bogenlampe aus 40m genau in den Winkel.

In der Pokalrunde hatten wir zunächst ein Freilos, siegten auswärts beim Bezirksligsten Aulendiebach/Wolf mit 2:1, mussten uns dann aber dem Bezirksoberligisten Oberau mit 2:0 beugen.

In der Punktrunde lief es zunächst überhaupt nicht. Wir steigerten uns jedoch; gaben in der Rückrunde noch einmal richtig Gas und konnten uns, da Oberau II nicht aufsteigen konnte, für die Relegationsspiele qualifzieren. Mit 61 Punkten und 84:51 Toren wurde der 4. Tabellenplatz erreicht. Daniele Russino wurde mit 30 Treffern Torschützenkönig der A-Liga. Die Reservemannschaft wurde Siebter von 13 Mannschaften mit 35 Punkten und 41:38 Toren.

Bezirksliga-Relegationsduell gegen Hainchen

Im ersten Spiel in Hainchen verschaffte sich die FSG bei sommerlichen Temperaturen einen kleinen Rückspiel-Vorteil, denn man erreichte ein 3:3-Remis. Der VfR Hainchen erwischte den besseren Start und konnte bereits in der 12. Minute in Führung gehen. Man spielte zunächst zu zögerlich, konnte jedoch nach einem langen Freistoß von Martin Blum durch ein Kopfballtor durch Georg Andersohn in der 23. Minute ausgleichen. Dies beflügelte die FSG und nur zwei Minuten später umkurvte unser Torschützenkönig Daniele Russino die gesamte gegnerische Abwehr und vollstreckte mit einem Drehschuss zur 2:1-Führung. Danach konnten zwei gute Chancen von Klaus Gottwald und Georg Andersohn nicht genutzt werden. Dann kam es Schlag auf Schlag. Zunächst konnte Markus Rack für Hainchen das 2:2 markieren (36. Minute). Ein Geschenk der Hainchener führte nur zwei Minuten danach zur erneuten FSG-Führung. Ein schwach geschossener Ball von Klaus Gottwald rollte am herauslaufenden Torhüter und der gesamten Abwehr vorbei ins Tor.

Direkt nach der Halbzeit rutschte ein haltbarer Schuss zwischen den Händen von Torhüter Michael Loos durch und es stand 3:3. Nach diesem Treffer verlor die bis dahin spannende Partie deutlich an Niveau. Zehn Minuten vor Schluss gab es für einen Hainchener Spieler „Gelb/Rot“. Dennoch konnten wir aus der numerischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Wir hatten zwar noch durch Klaus Gottwald und Daniele Russino zwei gute Einschussmöglichkeiten, am Ende blieb es dann aber bei der letztendlich gerechten Punkteteilung.

Recht optimistisch und hoffnungsvoll gingen wir dann vor knapp 1.000 Zuschauern in Eichelsdorf in das Rückspiel. Eine Hoffnung, die sich jedoch nicht erfüllen sollte, denn sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht war es eine äußerst schwache Partie. In der Anfangsphase besaßen wir zwar ein leicht optisches Übergewicht, nennenswerte Torchancen konnten sich jedoch beide Mannschaften nicht herausspielen. Eigentlich aus dem Nichts ging der VfR Hainchen dann jedoch in der 27. Minute mit 1:0 in Führung. Aus spitzem Winkel traf Vlachos, in dem er FSG-Keeper Loos erneut schlecht aussehen ließ.

Wer gehofft hatte, dass sich unsere Mannschaft in der zweiten Hälfte noch einmal steigern könnte, der wurde eines besseren belehrt. Es passierte zunächst auf beiden Seiten so gut wie gar nichts. Bis zur 70. Minute mussten wir warten, bis der erste Ball auf das Gästetor kam. Einen fulminanten Freistoß von Daniele Russino parierte jedoch VfR Keeper Rosenfeld. Die Vorentscheidung fiel dann wenig später. Markus Rack erzielte unter gütiger Mithilfe der gesamten FSG-Abwehrreihe das vorentscheidende 2:0. Die FSG versuchte zwar noch einmal alles, man hatte jedoch nie den Eindruck, dass dieses Spiel noch einmal gekippt werden könnte. Aufgrund des kräftezehrenden Endspurts schien der Akku bei allen Spielern doch ziemlich leer zu sein. Hainchen schaukelte das Spiel clever über die Zeit und blieb somit in der Bezirksklasse.

Auch im Jahre 2004 hatten wir es wieder schwer, einen neuen Vorstand zu wählen. Wolfgang Bohn konnte aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren, auch viele andere Vorstandsmitglieder wollten nicht mehr weitermachen. Erneut war eine weitere Sitzung notwendig, ehe sich Jürgen Schmidt bereit erklärte, den Vorsitz des SVE zu übernehmen. In zahlreichen Vorgesprächen hatte sich wieder eine schlagkräftige Gruppe zur Übernahme einer Vorstandstätigkeit überreden lassen. Erfreulich, dass sich auch wieder Werner Bingel bereit erklärte, als 2. Vorsitzender einzusteigen. So ging die außerordentliche Mitgliederversammlung am Freitag, 9. Juli 2004, recht zügig über die Bühne.

Jürgen Schmidt übernahm nach seinem Amtsantritt auch gleichzeitig den Vorsitz im FSG-Vorstand.

Für die Saison 2004/2005 konnten wir uns mit Samir Bessaadi, Rene Bartel und Kai-Uwe Fischer noch einmal verstärken und unser Saisonziel hieß ganz klar „Aufstieg in die Bezirklasse“. Vom 22. bis 25. Juli konnten wir uns mit einem Trainingslager in Seefeld (Österreich) sehr gut auf die neue Saison vorbereiten. Gunther Schneider hatte dies hervorragend organisiert. Wir starteten dann auch gleich sensationell in die Runde und legten eine Serie von 10 Siegen in Folge hin, gewannen gegen die Mitfavoriten Büches/Orleshausen/Rohrbach und Vonhausen jeweils mit Kantersiegen. Danach gab es eine kleine Schwächephase, die mit der ersten Niederlage in Altwiedermus begann. Dezimiert durch die Platzverweise von Daniele Russino und Samir Bessaadi kam Büches/Orleshausen/Rohrbach an uns heran.

Auch im Pokal lief es hervorragend. Nach einem Freilos und einem kampflosen Sieg trafen wir in der 3. Runde auf Gencler Birligi. Nach 78 Minuten lagen wir schon aussichtslos mit 5:2 im Rückstand, drehten das Spiel jedoch noch sensationell und gewannen in der normalen Spielzeit noch mit 6:5. Im Halbfinale scheiterten wir dann aber wieder am Bezirksliga-Tabellenführer, den Sportfreunden aus Oberau, mit 0:3.

In der Winterpause legte Thorsten Maurer auf eigenen Wunsch sein Traineramt nieder, interimsweise hatte Kapitän Dennis Schmollack die Trainingsleitung übernommen und fungierte fortan als Spielertrainer.

In der Saison 2004/2005 verloren wir insgesamt nur drei Spiele, drei Spiele gingen Unentschieden aus. Mit der Spielgemeinschaft Büches/Orleshausen/Rohrbach lieferte man sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Frühzeitig, bereits fünf Spieltage vor Rundenschluss, konnten beide Mannschaften den Aufstieg in die Bezirksklasse feiern. Ausgerechnet gegen Nidda II konnten wir mit einem 5:0-Sieg den Meistertitel einfahren. Am Ende der Saison hatten wir 4 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten und sogar 17 Punkte auf den Tabellendritten. Samir Bessaadi wurde mit 38 Treffern zudem noch Torschützenkönig.

Die Reserve erreichte einen guten 3. Tabellenplatz mit 57:39 Toren und 45 Punkten.

Nach dem letzten Punktspiel ging es in Ober-Schmitten rund. Fans, Gönner und Freunde waren ins Zelt eingeladen worden, um die erfolgreiche Saison mit einer zünftigen Fete abzurunden. Bürgermeisterin Puttrich gratulierte ebenso wie A-Liga-Klassenleiter Gerhard Schröder. Aus den Händen von Kreisfußballwart Jürgen Radeck konnte Spielführer Dennis Schmollack den „Meisterball“ in Empfang nehmen.

FSG Vorsitzender Jürgen Schmidt überreichte anschließend den Spielern und Vorstandsmitgliedern, die unter tosendem Beifall einzeln aufgerufen wurden, ein Meisterbild zur Erinnerung.

Bei der Sportlerehrung 2005 wurde unser langjähriger Spieler, Trainer, Vorstandsmitglied und 1. Vorsitzender Bernd Müller von der Stadt Nidda für sein langjähriges Engagement als „Persönlichkeit des Sports“ ausgezeichnet.

Zu erwähnen ist noch, dass neben der AH-Abteilung, den Bikern und den Skifahrern auch eine SVE-Boselmannschaft seit einigen Jahren erfolgreich am traditionellen Boselturnier des Golfclubs teilnimmt.

Mit zwei besonderen Highlights konnten wir dann nach Abschluss der Punktrunde noch einmal für Schlagzeilen sorgen.

Bundesligist VfB Stuttgart in Ober-Schmitten

Ein Schmankerl der besonderen Art bot sich ca. 1.800 Zuschauern auf dem Sportgelände in Ober-Schmitten. Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart gab sich ein Stelldichein im Eicheltal und trat gegen eine verstärkte Elf des frisch gebackenen Bezirksliga-Aufsteigers an. Ermöglicht hatte dieses Spiel Gunther Schneider, der seine beruflichen Kontakte ausnutzte und die Stuttgarter nach Ober-Schmitten holte. Fast alle Stars waren mitgekommen. Nationalspieler Kevin Kuranyi und Timo Hildebrand standen bei den zahlreichen Fans natürlich hoch im Kurs. Aber auch Hinkel, Hleb, Tiffert, Heldt, Vranjes und Szabics, um nur einige hochkarätige Spieler zu nennen, waren mit nach Ober-Schmitten gekommen.

Die Mannschaften vor dem Spiel

Schwaben-Offensivkraft Kuranyi war es auch, der bereits in der 4. Minute den Torreigen eröffnete und einen Elfmeter zum Führungstreffer in die FSG-Maschen lupfte. Den Ehrentreffer beim 8:1-Sieg des VfB erzielte Sebastian Kaiser, der fünf Minuten vor dem Abpfiff zum zwischenzeitlichen 1:7 traf.

Perfekt organisiert, mit VIP-Bereich, Tribüne usw. war die Veranstaltung ein voller Erfolg und wird in die Vereinsgeschichte eingehen. Präsident Staudt und Trainer Sammer, der nur wenige Wochen später entlassen wurde, standen anschließend noch zu einem längeren Interview zur Verfügung.

Die Mannschaft und Vorstand der FSG vor dem Spiel gegen VFB Stuttgart

Ein weiteres Highlight war dann noch das Spiel der FSG gegen die U19-Formation der Frankfurter Eintracht am Samstag, 9. Juli 2005. Die U19 aus der Mainmetropole war gespickt mit Hessenauswahl- und Nationalspielern und wird durch den Eichelsdorfer Claus Schäfer trainiert.

Die FSG schlug sich über weite Strecken recht wacker gegen die Talentschmiede der Adlerträger. Rund 180 Zuschauern wurde ein technisch ansehnliches Spiel geboten, das jedoch nur selten von Tempo geprägt war. Dies war auch nicht verwunderlich, war es doch für beide Mannschaften das erste Testspiel nach der Sommerpause.

Die FSG ging im ersten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Horst Vultee motiviert ins Spiel, konnte sich in der Offensive jedoch nur selten gegen die gut gestaffelte Abwehr der Frankfurter Junioren durchsetzen. Die Gäste bestimmten von Anfang an das Spielgeschehen und konnten sich am Ende dann auch standesgemäß mit 6:0 (Halbzeit 2:0) durchsetzen.

Mit sehr viel Selbstvertrauen ging man dann auch als Aufsteiger in die neue Saison 2005/2006. Mit Christian Fröscher (nach Nidda) und Blerton Terzija (nach Eschenrod/Eichelsachsen) hatten zwar zwei Spieler die FSG verlassen, trotzdem sollte noch genügend Substanz in unserer Mannschaft stecken, um das erklärte Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen.

Trotz einer Auftaktniederlage gegen Schotten, konnten wir uns auch schnell im vorderen Mittelfeld etablieren. Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft und Unruhe im Umfeld führten dann aber dazu, dass wir in der Tabelle immer mehr absackten, und in der Winterpause mit Samir Bessaadi und Tobias Crepaldi zwei Spieler den Verein verließen. Während der Winterpause legte dann auch noch Trainer Horst Vultee sein Traineramt nieder. Mit Thomas Keil wurde ein ehemaliger FSG-Spieler als neuer Spielertrainer verpflichtet. Mit einigen wichtigen Siegen gegen Düdelsheim, Mittel-Seemen, Wenings und in Ortenberg, sowie zuletzt gegen den FC Gencler Birligi konnte das Saisonziel „Klassenerhalt“ bereits am vorletzten Spieltag erreicht werden.

Nach einem 5:2-Sieg im letzten Spiel gegen Fauerbach belegte unsere Bezirksliga-Mannschaft schließlich Platz 13 mit 65:89 Toren und 40 Punkten in der Endabrechnung. Die Reservemannschaft wurde guter 10ter mit 47:48 Toren und 38 Punkten.

1. Mannschaft im Mai 2006:
h.r.v.l.: Thomas Keil, Martin Blum, René Bartel, Marco Böcher, Steffen Köhler, Georg Andersohn
m.r.v.l.: Daniel Wingefeld, Klaus Gottwald, Henrik Müller, Heiko Lutz, Dennis Schmollack, Mirko Fuchs
v.r.v.l.: Daniele Russino, Thomas Naderi, Kai-Uwe Fischer, Steffen Ziegler

2. Mannschaft im Mai 2006:
Hintere Reihe von links: Trainer Thomas Keil, Torsten Uhl, Sascha Bechtold, Eray Sakaraya, Stefan Bechtold, Jochen Becker, Oliver Thonig, Sigmar Schindler, Rolf Schneider
Vordere Reihe von links: Björn Lingner, Chris Thonig, Tim Schneider, Andreas Eitner, Markus Groh, Sebastian Würtz, Alexander Prochotta, Mirko Thonig

Am 30. Mai, zum Auftakt unseres Festprogramms zur 60-Jahr-Feier, fand wieder ein Spiel gegen die U-19 Junioren der Frankfurter Eintracht, die diesmal gegen eine verstärkte FSG-Mannschaft spielte. Bei schwierigen äußeren Bedingungen setzte sich am Ende beim deutlichen 9:2 Sieg die Klasse der Eintracht-Junioren durch. Im Vorspiel spielte eine verstärkte A-Jugend unserer JSG Vogelsberg gegen die U-17 vom KSV Klein-Karben, Endstand 1:5.

Als besonderes Highlight konnte der junge Bundesligatorwart Jan Zimmermann von Eintracht Frankfurt, der in der laufenden Saison bereits 2 Bundesligaspiele bestritten hat, für eine Autogrammstunde und ein Interview mit dem Vorsitzenden des SVE Jürgen Schmidt gewonnen werden, welches in der Halbzeitpause des Seniorenspiels stattfand. Auch wurde der damalige Trainer der U-19 und heutige FSG-Spieler, Claus Schäfer, befragt.

 


Mitglieder des aktuellen SVE-Vorstands und deren Ressorts

 

 

  


 

Historie VfB Ober-Schmitten

1912 brachten junge kaufmännische Angestellte, die in der hiesigen Papierindustrie beschäftigt waren, den Fußballsport nach Ober-Schmitten. Zuerst wurden nur Freundschaftsspiele mit Nachbarvereinen ausgetragen, zu einer regelrechten Vereinsgründung kam es aber nicht.

Einen Einschnitt brachte der 1. Weltkrieg (1914-1918); danach flackerte aber wieder das Begehren für diese neue Sportart auf. So riefen am 31. Oktober 1920 Wilhelm Schmollack und August Mogk die sportbegeisterten Bewohner in die Gaststätte „Zum Löwenhof" (Kirchhof), und der „Verein für Bewegungsspiele Ober-Schmitten 1920 (VfB)" wurde aus der Taufe gehoben 

Die Inflation 1923/1924 warf den jungen VfB in seiner Aufwärtsentwicklung zurück. Besser lief es einige Jahre später: 1928 errang die Mannschaft die B-Meisterschaft und konnte sich anschließend in der A-Klasse gut behaupten. Als 1932 politische Unruhen den Verein erschütterten, wurde ab 8. Juni 1932 der Spielbetrieb vorübergehend eingestellt. Die Aktiven kamen bei Nachbarvereinen unter; der Verein als solcher blieb jedoch bestehen.

Im August 1934 - nachdem die Wogen geglättet waren - wurde der Spielbetrieb wiederaufgenommen. Während der Kriegsjahre (1939-1945) ruhte jede Vereinstätigkeit. Nach den Kontrollratsbestimmungen durften nach Kriegsende die Vereine unter ihrem alten Namen und Führung nicht in Aktion treten. Nur politisch Unverdächtige erhielten die Erlaubnis zur Vereinsführung. Notgedrungen taufte man daher den VfB in Sportclub (SC) um und unter dem Vorsitz von Helmut Seitz wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1945 der Spielbetrieb wiederaufgenommen.

In der Runde 1946/1947 spielte man in der neu geschaffenen Bezirksklasse Büdingen, wo ein ausgezeichneter Platz in der Spitzengruppe belegt wurde. 

Mit der SG Unter-Schmitten ging man eine Spielgemeinschaft ein, die im ersten Jahr der A-Klasse Büdingen auf dem 7. Platz landete. Leider bestand die Spielgemeinschaft mit der SG Unter-Schmitten nur ein Jahr; der Ehe fehlte die große Liebe. 

Eichelsdorf, das aus der A- in die B-Klasse abgestiegen war, trat an die Stelle der Unter-Schmittener, und so entstand ab der Spielzeit 1949/1950 die Spielgemeinschaft Ober-Schmitten/Eichelsdorf. Ge-spielt wurde auf dem günstig zwischen beiden Dörfern gelegenen Sportplatz an der Bundesstraße nach Schotten.

Bereits in der ersten Spielrunde errang die Spielgemeinschaft einen ausge¬zeichneten 3. Platz. Nach dem Jubiläumsjahr in der Runde 1950/1951 stieg man in die ll. Amateurliga Frankfurt/M. Gruppe Ost  auf.

Im ersten Bezirksklassenjahr konnte man in der Runde 1951/1952 die Klasse halten; in der Runde 1952/1953 stieg man jedoch ab. Das neue Ziel der Runde 1953/1954 hieß Aufstieg, und dieser wurde imponierend bei acht Punkten Vorsprung vor dem TSV Stockheim erreicht.

Auch die Runde 1954/1955 sah die Spielgemeinschaft Ober-Schmitten/Eichelsdorf wieder als Meister vorne. Dieses Mal hatte man satte 15 Punkte Vorsprung vor dem Zweiten Oberau.

In der Saison 1955/1956 spielte man - letztmals - mit dem SV Eichelsdorf zusammen. Hinter Büdingen erreichte man die Vizekreismeisterschaft. Der SV Eichelsdorf hatte mitten im Dorf einen eigenen Sportplatz errichtet und sich selbständig gemacht.

Als Ziel des nunmehr eigenständigen VfB Ober-Schmitten hatte man sich den Aufbau der Mannschaften und das Erreichen eines guten Mittelplatzes gesetzt. Und was keiner für möglich gehalten hatte, trat ein. Sowohl die 1. als auch die Reserve-Mannschaft wurden dank einer großen Kameradschaft und Einsatzfreude Kreismeister.

Nach einer verkorksten Vorrunde konnte auch die Saison 1957/1958 erfolgreich gestaltet werden. Erneut errang man die Kreismeisterschaft. Die fälligen Aufstiegsspiele wurden - wie gewohnt - wenig erfolgreich durchgeführt. In der nachfolgenden Runde 1958/1959 spielte man erneut wechselseitig. Dieses Mal musste man mit der Vizekreismeisterschaft, einen Punkt hinter dem spielstarken SV Eichelsdorf, vorliebnehmen.

In der Spielzeit 1965/1966 wurden die Klassen neu geordnet. Wegen des Fehlens einer eingespielten Mannschaft, Verletzungs- und Mannschaftssorgen, fehlten am Schluss der Spielzeit einige Punkte, und man musste in die B-Klasse absteigen.

Auch in der B-Klasse musste die Mannschaft in der Runde 1966/1967 erfahren, dass dort eine raue Luft weht. Dennoch setzte sich am Schluss die größere Erfahrung und Routine durch. Mit sechs Punkten Vorsprung wurde die Meisterschaft der B-Klasse West und damit der Wiederaufstieg in die A-Klasse errungen. Nach Erringung des Wiederaufstiegs hielt der gute Aufwärtstrend der Mann-schaft in den Folgejahren an. 

In der Saison 1972/1973 konnte der Erhalt der A-Klasse nur nach einem Entscheidungsspiel gegen den SV Eichelsdorf, das am 11. Juni 1973 auf neutra¬lem Platz in Schotten stattfand, gesichert werden.

Nachdem man im Vorjahr abgestiegen war gelang in der Saison 1979/1980 postwendend der Wiederaufstieg. In der Saison 1980/1981 stieg man nach einem Entscheidungsspiel gegen den FSV Glauberg, welches vor ca. 1.500 Zuschauern stattfand, wieder ab.

Das Vereinsjahr 1988/1989 war geprägt von zahlreichen investiven Maßnahmen. Beide Sportplätze wurden renoviert. Klassenerhalt und Feierlichkeiten zum 70jährigen Vereinsbestehen waren die Marksteine der Saison 1990/1991. Die 1. Mannschaft schloss die Runde 1990/1991 mit dem 12. Platz ab. 

Die zu Beginn der Saison ausgerichteten Feierlichkeiten aus Anlass des 70jährigen Vereinsbestehens 

(27. bis 29. Juli 1990). Als schönstes Geburtstagsgeschenk hatten die Spieler in der Runde 1989/1990 den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

Trotz des Abstiegs in der Saison 1991/1992 war von Resignation keine Spur. Passend zum 75jährigen Jubiläum in 1995 gelang der Elf von Arno Zielinski der Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Bis zur Gründung der FSG Ober/Eichel/Rain im Jahr 1998 spielte der VfB Ober-Schmitten dann auch in der Bezirksliga und sicherte damit der neuen Spielgemeinschaft das Spielrecht für diese Klasse.

 

Aktueller Vorstand VfB Ober-Schmitten:

1.Vorsitzender: Klaus-Peter Schmollack

Stellvertretender Vorsitzender: Simone Zinner

Schatzmeister:Timo Wirth

Schriftführer: Mirko Thonig

Beisitzer:

  • Frank Ingendorn
  • Hubert Stock
  • Nils Henschel
  • Reiner Schmollack
  • René Bartel
  • Sören Kempf
  • Manfred Schäfer
  • Peter Schmollack

 


    

FSG-Erfolge seit 1998:

Aufstieg/Meisterschaft:

2005: Meister Kreisliga A und Aufstieg in die Kreisoberliga Büdingen (damals Bezirksliga)
2013: Aufstieg in die Kreisoberliga Büdingen
2013: Reserve-Meister Kreisliga A Büdingen

1998, 2006, 2007, 2008 und 2012: Stadtmeister Großgemeinde Nidda im Feld
2003: Stadtmeister Großgemeinde Schotten im Feld
2013: Stadtmeister Großgemeinde Nidda in der Halle


Trainer:

FSG Ober/Eichel/Rain
ab 1998 Finkernagel, Reinhard / Ludwig, Willi / Geier, Michael
ab 2001 Kaiser, Axel
ab 2002 Schneider, Gunther / Maurer, Torsten
ab 2003 Maurer, Torsten
ab 2004 Schmollack, Dennis
ab 2005 Vultee, Horst
ab 2006 Keil, Thomas

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf
ab 2006-2008 Keil, Thomas
ab 2009 Schmollack, Dennis
ab 2009-2012 Östreich, Reinhold
ab 2012-2015 Hau, Torsten
seit 2015 Schäfer, Claus

 

 


   

Unterstützen Sie die beiden Vereine der Spielgemeinschaft und die vorbildliche Jugendarbeit.

Werde Mitglied!

 

Download der Mitgliedsanträge:

SV Eichelsdorf 1946 e.V.

Beiträge:

Erwachsene: 36,00 € im Jahr
Ehe-/Lebenspartner, Jugendliche (unter 18 Jahre) : 18,00 € im Jahr
ab dem 2. Kind aus einer Familie: 9,00 € im Jahr

Download der Vereinssatzung

 


VfB Ober-Schmitten 1920 e.V.

Beiträge:

Erwachsene: 36,00 € im Jahr 
Ehe-/Lebenspartner, Jugendliche (unter 18 Jahre) : 18,00 € im Jahr 
ab dem 2. Kind aus einer Familie: 9,00 € im Jahr

Download der Vereinssatzung


Du willst aktiv bei der FSG oder JSG spielen? Bitte nehmt Kontakt mit uns auf!

Infos zum Passantrag findet man hier.

 


 

 Unsere derzeit aktiven Schiedsrichter:

  • Bernd Schmidt
  • Sebastian Eckhardt
  • Rainer Hofmann
  • Emre Eraslan
  • Ergin Bodur
  • Manfred Eckhardt

 

Wir bedanken uns für Euren Einsatz und wünschen Euch friedliche Spiele und gute Schiedsrichterleistungen.

Interesse an einer Schiedsrichter-Laufbahn? Hier findet ihr Infos.